Die Ankündigung von Dream Finance UAB (dem litauischen Arm der von Max Krupyshev geführten Dream Finance Group) über eine „vorübergehende Aussetzung" aller Krypto-Asset-Dienste markiert einen Wendepunkt für den iGaming-Zahlungssektor. Anfang 2026 ist die „Wilder Westen"-Ära der litauischen Krypto-Registrierung endgültig vorbei. Unsere Analyse untersucht die regulatorischen Mechanismen und die weiteren Auswirkungen auf das SoftSwiss/CoinsPaid-Ökosystem.
Die Aussetzung ist kein Zufall. Der 31.12.2025 diente als endgültiger „Cliff-Edge" für die litauische VASP-Umstellung. Unter der Markets in Crypto-Assets (MiCA)-Verordnung hat die Bank von Litauen das vorherige Niedrigschwellen-Registrierungsmodell durch einen strengen CASP-Autorisierungsprozess ersetzt.
Lesen Sie hier unseren utPay-Bericht zur Schließung.
CoinsPaid/Dream Finance ist nicht nur ein Zahlungsabwickler; es ist das finanzielle Rückgrat der SoftSwiss iGaming-Gruppe. Die Erkenntnisse von FinTelegram deuten darauf hin, dass beide Unternehmen von denselben wirtschaftlichen Eigentümern kontrolliert werden, wodurch CoinsPaid als primäre Krypto-Schiene für Tausende von Online-Casinos positioniert wird.
Mit der Abwicklung von geschätzten 23 Milliarden € an Transaktionen steht CoinsPaid im Zentrum des Hochrisiko-„Schattenbanken"-Sektors. Der Verlust einer litauischen Lizenz – früher ein Zeichen für „EU-Regulierung" – untergräbt die wahrgenommene Legitimität der Gruppe und erschwert ihre Fähigkeit, auf Euro lautende Fiat-Schienen aufrechtzuerhalten.
Lesen Sie hier unsere CoinsPaid-Berichte.
Während sich die litauischen Türen geschlossen haben, ist die Dream Finance Group alles andere als inaktiv.
Ohne eine gültige CASP-Lizenz eines primären EU-Regulators (wie der Bank von Litauen) können diese Unternehmen jedoch gemäß den „Passporting"-Regeln von MiCA den breiteren EU-Markt nicht legal ansprechen oder bedienen.
Die „vorübergehende" Natur dieser Aussetzung ist wahrscheinlich ein Euphemismus für einen dauerhaften Ausstieg aus der litauischen Rechtsordnung. Für Compliance-Beauftragte und Bankpartner ist die Botschaft klar: Die Dream Finance-Einheiten operieren derzeit außerhalb des regulierten Bereichs des litauischen Finanzsystems. Hoffentlich spült die Umstellung auf MiCA erfolgreich das Hochrisiko-Glücksspiel-Ökosystem aus dem Baltikum heraus.
Die Compliance-Frage, die Regulierungsbehörden und Kontrahenten stellen sollten, lautet nicht nur „haben sie einen Antrag gestellt?", sondern auch „was passiert mit den Geldflüssen während der Übergangszeit?" CoinsPaid vermarktet sich selbst als großes Krypto-Zahlungs-Ökosystem, das in Hochrisikobereichen wie iGaming weit verbreitet ist. Eine Litauen-Pause in Kombination mit einem fortbestehenden Estland-Hub schafft ein praktisches Problem: Die Servicekontinuität könnte sich jurisdiktionell verschieben, während das Risikoexposure (Qualität des Händlerportfolios, KYB-Tiefe, Transaktionsüberwachung, nachgelagerte Casino-Netzwerke) dasselbe Problem bleibt – nur anders geleitet
Sind Sie ein Insider bei Dream Finance oder SoftSwiss mit Kenntnissen über die spezifischen Durchsetzungsmaßnahmen der Bank von Litauen? Haben Sie Informationen darüber, wie Gelder über estnische oder nordamerikanische Einheiten umgeleitet werden, um EU-Beschränkungen zu umgehen?
Übermitteln Sie Ihre Beweise anonym über Whistle42.com. Ihre Daten sind entscheidend für die Aufrechterhaltung der Transparenz im Krypto-iGaming-Sektor.

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