Der Beitrag Delawares neues Stablecoin-Gesetz: Ein strategischer Vorstoß, um zum US-Krypto-Hub zu werden, erschien zuerst auf Coinpedia Fintech News
Gesetzgeber in Delaware haben das Delaware Payment Stablecoin Act, auch bekannt als Senate Bill 19, eingeführt, um die Einführung von Kryptowährungen im Bundesstaat durch Klarheit bei der Stablecoin-Regulierung zu fördern.
Das parteiübergreifende Gesetz, das unter das Bankrecht von Delaware fällt, orientiert sich stark am GENIUS Act, um mit umfassenderen Bundesrichtlinien konform zu bleiben.
Zu den wichtigsten Bestimmungen gehört, dass alle Stablecoin-ausgebenden Unternehmen verpflichtet sind, Betriebslizenzen im Bundesstaat zu erhalten. Die Gesetzgebung schreibt außerdem vor, dass alle Zahlungs-Stablecoins 1:1 durch Rücklagen gedeckt sein müssen, wobei monatliche Prüfungen zur Überprüfung der Einhaltung durchgeführt werden. Darüber hinaus müssen Anbieter dieser digitalen Zahlungswährungen Know-Your-Customer (KYC)-Protokolle im Rahmen umfassenderer Compliance-Maßnahmen zur Geldwäschebekämpfung (AML) einhalten.
Delaware schließt sich nun Florida bei der Einführung eines Zahlungs-Stablecoin-Gesetzes auf Bundesstaatsebene an. Während Floridas Gesetz noch auf die Unterzeichnung durch seinen Gouverneur wartet, steht Delawares Gesetz ein längerer Weg bevor – es muss zunächst den Senatsausschuss für Bankwesen, Wirtschaft, Versicherungen und Technologie passieren, bevor es die vollständige Zustimmung von Senat und Repräsentantenhaus anstrebt.
Dennoch unterstreicht dieser Schritt das wachsende Interesse der Bundesstaaten an Kryptowährungen und deren Einführung. Er ermutigt auch auf Kryptowährungen spezialisierte Unternehmen, ihre Geschäftstätigkeit im Bundesstaat aufzubauen, frei von der Instabilität, die mit regulatorischer Unsicherheit einhergeht.
Genauer gesagt würde das Gesetz die Legitimität von Stablecoin-Zahlungsanbietern stärken, was wiederum institutionelle Investitionen fördern würde. Delawares langjähriger Ruf als unternehmensfreundliche Jurisdiktion – bereits Heimat der Mehrheit der in den USA eingetragenen Unternehmen – macht dies zu einer natürlichen Erweiterung seiner umfassenderen Wirtschaftsstrategie.
Auf Bundesebene ist das regulatorische Bild gemischter. Der USDC-Emittent Circle und die Krypto-Börse Coinbase verzeichnen beide negative Kursbewegungen ihrer Aktien nach einem Entwurf des Clarity Act, der null Zinsen auf inaktive Stablecoins vorschlug – eine Bestimmung, die renditegenerierende Geschäftsmodelle untergraben könnte, die zentral für das Stablecoin-Ökosystem sind.
Dies schafft eine bemerkenswerte Spannung: Während Bundesstaaten wie Delaware und Florida Stablecoin-Emittenten den roten Teppich ausrollen, könnte die vorgeschlagene Bundesgesetzgebung gleichzeitig die finanziellen Anreize untergraben, die Stablecoins für institutionelle Akteure attraktiv machen. Wie die breitere Krypto-Community und Bankinstitute auf dieses Zusammenspiel zwischen bundesstaatlichen und föderalen Rahmenbedingungen reagieren, wird eine wichtige Geschichte sein, die es zu beobachten gilt, während Delawares Gesetz den Gesetzgebungsprozess durchläuft.


