Die Zentralstelle Cybercrime Bayern hat Anklage gegen fünf mutmaßliche Mitglieder einer Darknet-Drogenbande erhoben. Die drei Männer und zwei Frauen im Alter zwischen 25 und 57 Jahren sollen Drogen über das Darknet verkauft und dabei auch Kryptowährungen als Zahlungsmittel genutzt haben. Nun prüft das Landgericht Bamberg, ob die Anklage zugelassen wird.
Den Ermittlern zufolge sollen die Beschuldigten ihre Waren vor allem über Plattformen im sogenannten Darknet angeboten haben. Dieser schwer zugängliche Teil des Internets wird häufig für illegale Geschäfte genutzt, weil Nutzer dort vergleichsweise anonym bleiben können.
Nach Angaben der Staatsanwaltschaft bot die Gruppe verschiedene Drogen sowie Medikamente online an. Kunden konnten die Produkte im Darknet bestellen, anschließend sollen die Waren per Post verschickt worden sein.
Die Bezahlung erfolgte laut Ermittlern häufig mit Kryptowährungen. Diese werden im Darknet-Handel regelmäßig genutzt, da Transaktionen schwerer nachzuverfolgen sind als klassische Banküberweisungen.
Erst Ende Februar berichteten wir über einen ähnlichen Fall in Köln, bei dem zwei Männer Drogen über soziale Netzwerke verkauft und Zahlungen teilweise in Kryptowährungen angenommen haben sollen.
Der mutmaßliche Handel soll über einen längeren Zeitraum hinweg stattgefunden haben. Dabei sollen die Beschuldigten ihre Angebote auch über Messenger-Dienste verbreitet haben.
Im Zuge der Ermittlungen kam es bereits im Februar 2025 zu mehreren Durchsuchungen und Festnahmen. Vier der Beschuldigten wurden damals festgenommen, eine weitere Person folgte im Juli desselben Jahres.
Bei den Durchsuchungen stellten die Ermittler umfangreiche Mengen an Drogen sicher. Insgesamt beschlagnahmten die Beamten rund 85 Kilogramm Betäubungsmittel. Darunter befanden sich unter anderem Amphetamin, Heroin, Kokain und Ecstasy.
Zusätzlich fanden die Ermittler etwa 140.000 Tabletten des verschreibungspflichtigen Medikaments Lorazepam.
Der Fall zeigt, wie stark sich der Drogenhandel in den vergangenen Jahren ins Internet verlagert hat. Besonders im Darknet nutzen Händler und Käufer die Möglichkeit, relativ anonym zu agieren.
Gleichzeitig bauen Ermittlungsbehörden ihre Fähigkeiten im Bereich Cybercrime kontinuierlich aus, um solche Netzwerke aufzudecken, wie auch ein aktueller Fall aus Stuttgart rund um mutmaßliche Kryptomixer zeigt.
Ob die fünf Beschuldigten tatsächlich vor Gericht stehen werden, entscheidet nun das Landgericht Bamberg. Sollte die Anklage zugelassen werden, müssen sie sich wegen mutmaßlichen Drogenhandels in großem Stil verantworten.
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