Warner Bros. Discovery hatte am Sonntag die beste Nacht in Hollywood und ging mit 11 Oscars bei der 98. Oscar-Verleihung nach Hause. Doch der Gewinn kommt zu einem bittersüßen Moment – das Studio wird in wenigen Wochen von Paramount Skydance übernommen.
Warner Bros. Discovery, Inc., WBD
One Battle After Another unter der Regie von Paul Thomas Anderson führte mit sechs Trophäen an, darunter Best Picture, Best Director und Best Supporting Actor. Es ist eine Geschichte über gewaltsamen Widerstand in einem dystopischen Amerika – und offenbar waren die Oscar-Wähler voll dabei.
Sinners erhielt vier weitere Auszeichnungen. Michael B. Jordan gewann Best Actor für seine Rolle als Zwillingsbrüder im Film und nutzte seine Rede, um Warner Bros. dafür zu danken, „auf originelle Ideen und künstlerisches Schaffen zu setzen".
Amy Madigan gewann ebenfalls Best Supporting Actress für Weapons, eine weitere Warner-Veröffentlichung. Drei Filme, 11 Siege – es war ein klarer Erfolg.
Paramount-CEO David Ellison stimmte letzten Monat zu, Warner Bros. Discovery für 81 Milliarden US-Dollar zu kaufen. Ellison, unterstützt von seinem Vater Larry Ellison – Mitbegründer von Oracle – schlug Netflix in einem langwierigen Bieterkrieg, um den Deal abzuschließen.
Das fusionierte Unternehmen würde zwei der größten Studios Hollywoods zusammenführen. Paramount hat erklärt, dass es erwartet, durch den Deal Kosteneinsparungen in Höhe von 6 Milliarden US-Dollar zu erzielen. Ellison hat sich verpflichtet, 30 Filme pro Jahr zu veröffentlichen, die gleichmäßig auf die beiden Studios verteilt werden.
Die Studio-Sparte von Warner verzeichnete im letzten Jahr ein bereinigtes EBITDA von 2,55 Milliarden US-Dollar – ein Anstieg um 54 %. Die Gewinne wurden durch Sinners, A Minecraft Movie und Superman vorangetrieben.
Bisher gehören im Jahr 2026 Warners Wuthering Heights und Paramounts Scream 7 zu den erfolgreichsten Filmen an den Kinokassen. Die Dynamik hat nicht nachgelassen.
Oscar-Gewinne bewegen für Studios in der Regel finanziell nicht viel direkt, können aber die Streaming-Zahlen in die Höhe treiben, da Zuschauer nach preisgekrönten Titeln suchen.
Netflix gewann sieben Oscars. Guillermo del Toros Frankenstein führte mit drei Siegen, darunter Maske und Frisur, Produktionsdesign und Kostümdesign. Netflix gewann auch Best Animated Feature für KPop Demon Hunters.
Die Focus Features-Einheit von NBCUniversal gewann Best Actress für Jessie Buckleys Rolle in Hamnet. A24s Marty Supreme ging mit neun Nominierungen ins Rennen – darunter Best Picture – ging aber leer aus.
Disneys 20th Century Studios erhielt einen Oscar für visuelle Effekte bei Avatar: Fire and Ash. Apple gewann Best Sound.
Die WBD-Aktie stieg im vorbörslichen Handel am Montag um 0,5 % auf 27,27 US-Dollar. Paramount legte um 0,2 % auf 9,74 US-Dollar zu.
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