Senator Chris Murphy skizzierte eine Kaskade militärischer Krisen, die aus Trumps Iran-Krieg resultieren, und warnte, dass der Präsident keine kohärente Strategie zur Eindämmung des eskalierenden regionalen Konflikts besitzt.
Murphy identifizierte vier miteinander verbundene Krisen, die außer Kontrolle zu geraten drohen. Zunächst stellte er fest, dass zwar US-amerikanische und israelische Streitkräfte iranische Raketen zerstört haben, Irans Arsenal an billigen, bewaffneten Drohnen jedoch eine unbestimmte Bedrohung für die regionale Ölinfrastruktur darstellt. Der Iran zerstörte vor zwei Tagen erfolgreich ein kritisches Öldepot im Oman und demonstrierte damit die Verwundbarkeit.
„Wir können Irans Raketen zerstören, aber nicht alle ihre Drohnen, und der Krieg heute ist Drohnenkrieg", erklärte Murphy. „Der Iran kann Ölanlagen in der Region auf unbestimmte Zeit treffen, weil er so viele billige, bewaffnete Drohnen besitzt."
Murphy kritisierte Trump dafür, dass er aus dem Ukraine-Konflikt nichts über die Dynamik moderner Kriegsführung gelernt habe. Er warnte, dass die Golfstaaten ihre Luftabwehr-Abfangjäger rasch aufbrauchen und die Ölinfrastruktur zunehmend ungeschützt lassen.
Ein umfassenderer regionaler Konflikt bricht aus, da iranische Stellvertreter Israel vom Libanon aus angreifen und US-Streitkräfte im Irak ins Visier nehmen, während Israel mit einer großen Bodeninvasion im Libanon droht. Weitere Krisenherde zeichnen sich ab: Die jemenitischen Huthis bleiben ruhig, sind aber in der Lage, das Rote Meer zu stören, während Syrien Destabilisierungsrisiken ausgesetzt ist.
Am kritischsten argumentierte Murphy, dass Trump keine tragfähige Ausstiegsstrategie hat. „Trump hat die Kontrolle über den Krieg verloren", schloss Murphy. „Sein bester Weg ist jetzt, seine Verluste zu begrenzen und ihn zu beenden. Das ist der einzige Weg, um eine noch größere Katastrophe zu verhindern."


