Der Bitcoin-Markt bewegt sich seit Wochen seitwärts. Der Bitcoin-Kurs schwankt auf demselben Niveau, und echte Überzeugung fehlt.
Laut Analysten von JPMorgan könnte sich das bald ändern. Nicht durch Hype oder Spekulation, sondern durch neue Gesetzgebung in den Vereinigten Staaten. Sie verweisen auf einen konkreten Gesetzentwurf, der die Pattsituation durchbrechen könnte: den sogenannten Clarity Act.
Der Clarity Act soll endlich Klarheit darüber schaffen, wer in den Vereinigten Staaten die Aufsicht über Krypto übernimmt. Derzeit ist diese Zuständigkeit zwischen der Securities and Exchange Commission (SEC) und der Commodity Futures Trading Commission (CFTC) aufgeteilt, was häufig zu Verwirrung führt.
Das Gesetz würde festlegen, wann eine Krypto-Coin als Wertpapier gilt – vergleichbar mit einer Aktie – und wann als digitale Ware, wie etwa Gold. Diese Unterscheidung ist wichtig, da unterschiedliche Regeln gelten.
Laut Analyst Nikolaos Panigirtzoglou von JPMorgan hält diese Unklarheit große Anleger davon ab, aktiv zu werden. Pensionsfonds und Vermögensverwalter wollen zunächst wissen, wo sie rechtlich stehen, bevor sie Milliarden investieren. Das Gesetz enthält außerdem eine Übergangsregelung für bestehende Coins und gibt neuen Projekten die Möglichkeit, bis zu 75 Millionen Dollar pro Jahr einzusammeln, ohne eine vollständige Registrierung durchlaufen zu müssen. Das könnte Innovation fördern und Kapital zurückbringen, das derzeit ins Ausland abwandert.
Dennoch liegt der Entwurf im US-Senat auf Eis. Interne Uneinigkeit und Kritik aus der Branche haben die Entscheidungsfindung verzögert.
Gleichzeitig integrieren große amerikanische Banken Krypto zunehmend in ihre Organisation. Das unterstreicht, wie ernst die Branche genommen wird.
Citigroup arbeitet an einem Dienst, mit dem große Kunden ihren Bitcoin (BTC) sicher innerhalb der Bank aufbewahren können. Dies nennt sich Custody – also professionelle Verwahrung mit strenger Sicherheit und klarer Verwaltung. Kunden können ihren Bitcoin künftig neben Aktien und Anleihen in derselben Bankumgebung einsehen. Das senkt die Einstiegshürde, da separate Wallets oder externe Plattformen nicht mehr erforderlich sind.
Auch Morgan Stanley weitet seine Kryptopläne aus. Die Bank prüft Möglichkeiten, Kunden den direkten Kauf, die Verwahrung und den Handel von Krypto über bestehende Anlagekonten zu ermöglichen.
Laut JPMorgan kann eine Kombination aus klarer Gesetzgebung und dieser institutionellen Vorbereitung einen starken Impuls geben. Wenn große Akteure tatsächlich einsteigen, steigt die Liquidität und der Markt kann stabiler werden.
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