BitMEX-Mitgründer Arthur Hayes hat am 2. März ein neues Essay veröffentlicht. Darin sagt er, dass ein längerer militärischer Einsatz der USA gegen den Iran die Chance auf Zinssenkungen und das Drucken von Geld durch die Federal Reserve (Fed) erhöht. Das könne den Bitcoin-Kurs steigen lassen.
Hayes stützt sich auf ein Muster aus vier Jahrzehnten: Nach jedem großen Militäreinsatz der USA im Nahen Osten hat die Fed ihre Geldpolitik gelockert. Er geht davon aus, dass dies beim Iran genauso sein wird.
In „iOS Warfare“ hat Hayes eine historische Untersuchung vorgestellt. Er sieht einen Zusammenhang zwischen Militäreinsätzen der USA im Nahen Osten und lockerer Geldpolitik der Fed danach. Hayes stellt fest, dass seit 1985 jeder US-Präsident Raketenangriffe oder Kriege in Ländern des Nahen Ostens gestartet hat. Nach diesen Einsätzen hat die Fed immer die Zinsen gesenkt.
Hayes nennt drei Beispiele. Während des Golfkriegs 1990 unter Präsident George H. W. Bush hat die Fed die Zinsen nach dem Krieg erst unverändert gelassen. Trotzdem hat sie angedeutet, dass sie bei einem langen Krieg die Zinsen senken würde. Schon zu den Treffen im November und Dezember 1990 wurden die Zinsen gesenkt, obwohl die Inflation durch teures Öl weiter stieg.
Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 hat Fed-Chef Alan Greenspan sofort eine Zinssenkung um 50 Basispunkte durchgesetzt. Er nannte als Grund fallende Preise bei Vermögenswerten und die Notwendigkeit, das Vertrauen in die Wirtschaft zurückzubringen. Mit den Kriegen im Irak und in Afghanistan folgte eine längere Zeit mit niedrigen Zinsen.
Bei Präsident Obamas Truppenaufstockung in Afghanistan im Jahr 2009 waren die Zinsen schon bei null. Auch das sogenannte quantitative Easing hatte schon begonnen, daher konnte die Fed gar nicht mehr weiter senken.
Heute sieht Hayes die Haltung von Trump für einen Regimewechsel im Iran als Teil dieses Musters. Er meint, dass seit 1979 viele Politiker in den USA den Regimewechsel im Iran wollten. Das gibt der Fed politischen Rückhalt, die Geldpolitik zu lockern, um Einsätze zu finanzieren.
Hayes zeigt mit einer Grafik, dass der Anteil des Budgets für das US-Veteranenministerium seit 1985 doppelt so stark angestiegen sei wie die gesamten Ausgaben des Bundes. Gleichzeitig sanken die effektiven Zinsen der Fed nach großen Militäreinsätzen.
Trotz seines bullischen Ausblicks für die Zukunft rät Hayes im Moment zur Vorsicht. Seiner Meinung nach sollte erst investiert werden, wenn die Fed wirklich die Zinsen senkt oder mit dem Gelddrucken beginnt. Dann könnten Bitcoin und ausgewählte Altcoins gekauft werden.
Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung lag der Bitcoin-Kurs bei etwa 66.200 USD. Das waren fast 30 Prozent weniger als im Vorjahr und ungefähr 47 Prozent unter dem Allzeithoch von 126.000 USD im Oktober 2025. Der Coin ist seit fünf Monaten in Folge gefallen. Auch der Krypto Fear and Greed Index zeigte weiter extreme Angst in der Community.
Der Beitrag Arthur Hayes: Iran-Konflikt könnte Zinssenkung auslösen – bullischer Schub für Bitcoin-Kurs erschien zuerst auf BeInCrypto - Krypto News.


