Ein alter Bitcoin-Fall taucht erneut auf. Ein neuer Vorschlag zur Rückholung gestohlener Bitcoin (BTC) sorgt für Diskussion unter Bitcoin-Nutzern.
Es geht um Bitcoin, die vor Jahren bei Mt. Gox gestohlen wurden. Das war einst die größte Bitcoin-Börse der Welt. Zwischen 2010 und 2014 lief ein Großteil des gesamten Bitcoin-Handels über diese Plattform. Nach einem großen Hack ging das Unternehmen bankrott und viele Nutzer verloren ihre Bitcoin.
Der ehemalige Chef von Mt. Gox hat nun einen Vorschlag eingereicht, um knapp 80.000 Bitcoin zurückzuholen. Beim aktuellen Kurs von etwa 65.000 Dollar pro Bitcoin entspricht das einem Wert von rund 4,4 Milliarden Euro. Die Coins befinden sich seit mehr als 15 Jahren auf derselben Bitcoin-Adresse und wurden seitdem nicht bewegt.
Der Plan sieht vor, dem Bitcoin-Netzwerk eine neue Regel hinzuzufügen. Dadurch könnten die Coins ohne den ursprünglichen Zugriffsschlüssel auf eine spezielle Wiederherstellungsadresse übertragen werden.
Laut dem Initiator könnte das helfen, Gläubiger nachträglich zu entschädigen. Die Abwicklung des Insolvenzverfahrens läuft bereits seit Jahren.
Der Vorschlag erfordert einen sogenannten Hard Fork. Das bedeutet, dass das Netzwerk eine grundlegende Änderung erhält, für die alle Nutzer ihre Software aktualisieren müssen. Eine solche weitreichende Anpassung findet bei Bitcoin so gut wie nie statt.
Kritiker sagen, dass dies gefährlich sein könnte. Bitcoin ist bekannt als ein Netzwerk, in dem Transaktionen nicht ohne Weiteres rückgängig gemacht werden können. Laut Gegnern könnte eine solche Ausnahme dazu führen, dass bei künftigen Hacks häufiger Anpassungen gefordert werden.
Andere Beteiligte sehen das anders. Einige Gläubiger geben an, den Vorschlag zu unterstützen, da sie im Insolvenzverfahren nur einen kleinen Teil ihrer Bitcoin zurückerhalten haben.
Die Reaktionen zeigen, wie schwierig es bleibt, alte Hacks innerhalb von Bitcoin zu lösen. Manche Nutzer sind der Meinung, dass das Netzwerk niemals angepasst werden darf. Andere hoffen, dass gestohlene Bitcoin doch noch zurückkehren können.
Vorerst bleibt es bei einem Vorschlag. Ob der Plan jemals umgesetzt wird, hängt von der Unterstützung innerhalb der Bitcoin-Gemeinschaft ab. Die Reaktionen zeigen vor allem, dass der Mt.-Gox-Hack nach wie vor ein sensibles Thema ist.
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