Bitcoin (BTC) steht erneut unter Druck. Immer mehr Händler verkaufen ihre Krypto-Coins mit Verlust. Eine solche Entwicklung markierte in früheren Bärenmärkten häufig den Beginn eines längeren Kursrückgangs.
Laut Analysten könnte dieses Verhalten dazu führen, dass der Bitcoin-Kurs in den kommenden Monaten weiter sinkt. Ein Niveau unter 44.000 Dollar, umgerechnet 37.000 Euro, wird ausdrücklich als mögliches Szenario genannt.
Für Anleger ist dies ein wichtiger Moment. Der Markt scheint von Unsicherheit in echte Kapitulation zu kippen – den Punkt, an dem viele Investoren die Hoffnung aufgeben und zu niedrigeren Preisen verkaufen.
Daten des On-Chain-Analyseunternehmens Glassnode zeigen, dass die sogenannte Realized Profit-Loss Ratio unter die 1 gefallen ist. Dieser Indikator misst, ob Anleger im Durchschnitt Gewinne oder Verluste zum Zeitpunkt des Verkaufs realisieren. Ein Wert unter 1 bedeutet, dass mehr mit Verlust als mit Gewinn verkauft wird. Das deutet häufig auf Panik oder Unsicherheit im Markt hin.
Historisch gesehen hielt diese Situation meist sechs Monate oder länger an. Im Jahr 2022 fiel Bitcoin in den Monaten nach diesem Signal um etwa 25 Prozent. Im Jahr 2018 folgte sogar ein Rückgang von über 50 Prozent.
Ein weiterer Indikator, die MVRV Pricing Bands, bewertet, ob Bitcoin im Vergleich zu früheren Jahren teuer oder günstig ist. Auf Basis dieser Berechnung liegt ein extrem niedriges Kursniveau derzeit bei rund 43.760 Dollar.
Dieser Betrag liegt nahe der Marke von 44.000 Dollar, die aktuell als mögliches Kursziel genannt wird, sollte der Rückgang anhalten. Zusammengefasst deuten diese Signale darauf hin, dass Bitcoin sich möglicherweise in einer längeren und schmerzhaften Abwärtsphase befindet, bei der ein Kurs unter 44.000 Dollar nicht ausgeschlossen ist.
Neben On-Chain-Signalen spielt auch das breitere Markt-Sentiment eine Rolle. Bitcoin verlor diese Woche an Boden und fiel von über 67.000 Dollar auf unter 62.700 Dollar.
Unruhe rund um Entwicklungen im KI-Sektor sorgte für deutliche Rückgänge an den Aktienmärkten. Wenn Technologieaktien stark fallen, werden risikoreichere Anlagen wie Krypto häufig mitgezogen.
Analyst Mark Cullen weist zudem auf einen technisch wichtigen Punkt im Chart hin. Laut ihm bewegt sich Bitcoin seit Wochen in einem fallenden Trendkanal – einem Muster, bei dem der Kurs immer niedrigere Hochs und Tiefs bildet.
Bleibt eine überzeugende Erholung aus, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass der Rückgang weiter anhält. In diesem Fall kann sich das negative Sentiment selbst verstärken und niedrigere Kursniveaus rücken schneller in den Fokus.
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