Bitcoin ist auf unter 65.000 USD gefallen, als neue Spannungen wegen Zöllen die Stimmung an den Märkten belasteten. Während die größte Kryptowährung weiter fällt, gibt es bei Tethers USDT ein Signal, das es erst einmal vorher gab.
Das wirft die Frage auf, ob dies ein wichtiger Wendepunkt am Markt ist oder ob noch mehr Druck nach unten kommt.
Analyst Moreno schrieb kürzlich, dass sich die Marktkapitalisierung von USDT in 60 Tagen um mehr als 3 Milliarden USD verringert hat. Seinen Angaben nach wurde dieser Wert bisher nur einmal unterschritten.
Das war im späten Bärenmarkt 2022, als der Bitcoin-Kurs nahe 16.000 USD einen Tiefpunkt erreichte und es viel Angst sowie Zwangsverkäufe gab. Mehr dazu hier.
Jetzt erreicht die Kennzahl erneut ähnliche Werte. Das passiert in einer Phase, in der der Bitcoin-Kurs sich zwischen 65.000 und 70.000 USD bewegt, nachdem ein Allzeithoch erreicht wurde.
Stablecoins dienen als „trockenes Pulver“ im Krypto-Markt. Wenn das Angebot an USDT wächst, bedeutet es meist, dass neues Geld in die Börsen und riskante Anlagen kommt.
Wenn das Angebot sinkt, zeigt das an, dass Anleger gezwungen sind, Geld herauszunehmen, weniger Risiko wollen oder Gelder aus dem Markt ziehen. Über 60 Tage gesehen deutet ein Rückgang um mehrere Milliarden USD auf eine dauerhafte Geldabnahme und nicht nur auf eine kurzfristige Schwankung.
Moreno wies zudem darauf hin, dass es bei USDT an drei Tagen zu Nettoabflüssen von mehr als 1 Milliarde USD in nur einer Session kam. Solche Ereignisse passierten meist bei starken Marktschwankungen oder in der Nähe von lokalen Tiefpunkten beim Bitcoin-Kurs.
Seiner Meinung nach zeigen solche Rücknahmen oft, dass große Investoren oder Institutionen aus dem Markt aussteigen. Diese Vorgänge treten meistens eher gegen das Ende einer Abwärtsphase als am Anfang auf.
Trotzdem sieht Moreno das Signal nicht als klar bullisch an. Er betont, dass der Zusammenhang wichtig bleibt.
Moreno sagte weiter, dass das aktuelle Verhältnis von Risiko zu möglichem Gewinn davon abhängt, ob die USDT-Zahlen sich stabilisieren. Bleibt das Angebot weiter niedrig, könnten die Preise weiter sinken.
Obwohl die Liquiditätsdaten auf Stress hinweisen, meinen manche Analysten, dass der Bitcoin-Kurs vielleicht erst in einigen Monaten den Tiefpunkt findet.
Ein Analyst meinte, dass das nächste große Tief etwa 230 bis 240 Tage entfernt sein könnte. Nach diesem Modell liegt das Zeitfenster für ein mögliches Makrotief zwischen dem 11. Oktober und 21. Oktober 2026.
Auch ein anderer Beobachter nannte November 2026 als möglichen Zeitpunkt für das Zyklustief. Wenn das stimmt, könnte Bitcoin noch weiter fallen, bevor eine starke Erholung einsetzt.
Doch solche Zyklen sind nur Wahrscheinlichkeiten und keine genauen Vorhersagen. Historische Modelle geben zwar Struktur, aber äußere Faktoren können die Wendepunkte beschleunigen oder verzögern.
Der Beitrag Tether (USDT) sendet Signal wie 2022: Was bedeutet das für den Bitcoin-Kurs? erschien zuerst auf BeInCrypto - Krypto News.

