Der Preis von Gold ist vor Kurzem an einem Tag so stark gefallen wie seit Jahrzehnten nicht mehr, nachdem er kurz über 5.600 USD je Unze gelegen hatte. TrotzdemDer Preis von Gold ist vor Kurzem an einem Tag so stark gefallen wie seit Jahrzehnten nicht mehr, nachdem er kurz über 5.600 USD je Unze gelegen hatte. Trotzdem

Warum setzen Trader jetzt auf einen 20.000-USD-Goldkurs nach dem historischen Crash?

2026/02/17 14:30
4 Min. Lesezeit

Der Preis von Gold ist vor Kurzem an einem Tag so stark gefallen wie seit Jahrzehnten nicht mehr, nachdem er kurz über 5.600 USD je Unze gelegen hatte. Trotzdem setzen viele Trader weiter darauf, dass der Preis für das Edelmetall auf 20.000 USD oder noch höher steigen könnte.

Diese Unterschiede zeigen, dass der Markt von großen wirtschaftlichen Kräften, Spekulationen, politischen Unsicherheiten und einem veränderten Verhalten der Zentralbanken beeinflusst wird.

Starke bullische Gold-Wetten trotzen der Volatilität

Laut Kommentaren von Tradern und Analysten wurden etwa 11.000 Verträge mit Bezug auf die Gold-Call-Spreads für Dezember bei 15.000 USD/20.000 USD angesammelt.

Gold-Calls im Vergleich zu PutsGold-Calls im Vergleich zu Puts. Quelle: Walter Bloomberg auf X

Dieser Optimismus bleibt bestehen, auch wenn sich der XAU-Kurs nahe 5.000 USD bewegt. Die Größe dieser Wetten ist beeindruckend, wenn man bedenkt, wie weit sie vom aktuellen Kurs entfernt liegen.

Solche Trades sind günstige Wetten mit großen Gewinnchancen. Damit diese Spreads am Ende in the money sind, müsste Gold bis Dezember fast auf das Dreifache steigen. Das würde aber einen sehr großen wirtschaftlichen oder politischen Schock erfordern.

Gold (XAU) KursentwicklungGold (XAU) Kursentwicklung. Quelle: TradingView

Trotzdem beeinflussen solche Wetten den Markt schon jetzt. Sie lassen die implizite Volatilität (IV) für weit aus dem Geld liegende Calls steigen und zeigen, dass Interesse an hohen Gewinnen besteht.

Vor diesem Hintergrund sagen manche Analysten, dass der große Trend beim Gold trotz der jüngsten Unruhe weiter intakt bleibt.

„Wenn du dir die makroökonomischen Faktoren anschaust, siehst du, dass der Goldmarkt noch lange nicht das Hoch erreicht hat. Kurzfristig kann es ein Hoch geben und eine ein- bis zweijährige Phase der Seitwärtsbewegung, aber das heißt nicht, dass wir keinen größeren Bullenmarkt bei Gold erleben. Meiner Meinung nach sind wir noch immer darin. Deshalb kaufe ich Gold, wenn es um die nächsten 30 bis 50 Prozent fällt“, sagte der Makroanalyst Michael van de Poppe.

Diese Meinung zeigt, dass viele Investoren glauben, der Anstieg des Goldpreises hängt mit grundlegenden Veränderungen im weltweiten Finanzsystem zusammen und nicht nur mit einfachen Zyklen.

Bull-Markt oder nur kurze Pause – halten die aktuellen Hürden den Aufschwung auf?

Trotz bullischer langfristiger Erwartungen bleibt die kurzfristige Schwankung hoch. Rohstoffstratege Ole Hansen hat kürzlich gesagt, dass Gold wieder über 5.000 USD gestiegen ist, nachdem niedrigere Inflationszahlen in den USA die Anleiherenditen gedrückt und die Hoffnung auf Zinssenkungen verstärkt haben.

Das heißt, dass neben den grundlegenden Faktoren auch das Handelsgeschehen und die Liquidität, besonders in China, kurzfristige Kursbewegungen stark verändern können.

Weltweite Spekulationswelle bei Metallen

Die bullische Stimmung kommt gleichzeitig mit einer Zunahme an spekulativen Geschäften auf den Metallmärkten. Die Handelsvolumen bei Aluminium-, Kupfer-, Nickel- und Zinn-Futures in China sind auf Werte gestiegen, die weit über dem Schnitt der letzten Jahre liegen. Hauptsächlich Privatanleger treiben diese Entwicklung.

Börsen haben deshalb mehrfach höhere Anforderungen an die Sicherheitsleistungen und strengere Handelsregeln eingeführt, um die starke Spekulation einzudämmen. Das zeigt, wie heftig die Lage ist.

Durch solche Bedingungen sind starke Kursschwankungen oft die Folge. Es kann dadurch sowohl schnelle Anstiege als auch starke Einbrüche geben.

Ein weiterer Grund für die Goldstory ist die breitere Streuung bei den Zentralbanken. Ökonom Steve Hanke hat darauf hingewiesen, dass China weniger US-Staatsanleihen hält und stattdessen seine Goldreserven erhöht. Viele deuten das als Versuch, unabhängiger von USD-Anlagen zu werden.

Wegen dieses Trends spekulieren viele, dass Gold als Reserve eine größere Rolle spielen könnte, falls politische Spannungen oder Währungsunsicherheiten zunehmen.

Allerdings glauben nicht alle, dass der Anstieg bei Gold nachhaltig ist. Rohstoffstratege Mike McGlone warnt, dass die Metallmärkte heiß gelaufen sind. Er zieht Vergleiche zu früheren Spitzen, bei denen extrem viele Spekulanten noch vor einer größeren Korrektur eingestiegen sind.

Sehr hohe Preise, große Schwankungen und viel Spekulation könnten den Markt anfällig für erneute starke Einbrüche machen, wenn sich die Grundbedingungen wieder ändern.

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