Der Kurs der Robinhood-Aktie hat sich seit dem Tief am 5. Februar bei knapp 71 USD um fast 23 Prozent erholt. Auf den ersten Blick sieht das nach einer starken Der Kurs der Robinhood-Aktie hat sich seit dem Tief am 5. Februar bei knapp 71 USD um fast 23 Prozent erholt. Auf den ersten Blick sieht das nach einer starken

Robinhood-Aktie vor Absturz? Krypto-Schwäche könnte Kurs um 40 Prozent drücken

2026/02/12 01:45
5 Min. Lesezeit

Der Kurs der Robinhood-Aktie hat sich seit dem Tief am 5. Februar bei knapp 71 USD um fast 23 Prozent erholt. Auf den ersten Blick sieht das nach einer starken Erholung für HOOD aus. Die Firma hat zudem ihr bisher bestes Geschäftsjahr vorgelegt.

Allerdings zeigt der Blick auf das große Ganze ein anderes Bild. Schwache Krypto-Aktivität, nachlassende Geldströme und steigende technische Risiken deuten darauf hin, dass diese Erholung möglicherweise nicht von Dauer ist. Im Moment bleibt der Abwärtsdruck die stärkste Kraft.

Robinhood hat im Jahr 2025 gute Geschäftszahlen gezeigt. Der Umsatz für das ganze Jahr lag bei etwa 4,5 Mrd. USD – das sind über 50 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Nettogewinn lag bei knapp 1,9 Mrd. USD. Im vierten Quartal stieg der Umsatz um 27 Prozent und der Gewinn pro Aktie war höher als erwartet. Besonders das Geschäft mit Optionen, Zinserträge und Gold-Abos legten stark zu.

Diese Zahlen zeigen: Das Kerngeschäft wird stärker. Robinhood ist nicht mehr nur von Meme-Aktien und Krypto-Handel abhängig. Die Firma wird vielseitiger und stabiler.

Außerdem hat Robinhood das öffentliche Testnetz für die Robinhood Chain gestartet. Diese Lösung ist ein Layer-2-Netzwerk auf Arbitrum, das auf Ethereum aufbaut. Sie soll Token-Aktien, Handel rund um die Uhr und DeFi-Werkzeuge ermöglichen. Das ist ein Schritt für langfristiges Wachstum und kein kurzfristiger Preistreiber. Trotzdem bleibt das Krypto-Geschäft ein Problem.

Die Krypto-Einnahmen sind im Vergleich zum Vorjahr um 38 Prozent auf etwa 221 Mio. USD gefallen. Dieser Rückgang hing mit dem schwächeren Bitcoin-Kurs und geringeren Handelsvolumina zusammen. Weil Krypto immer noch ein großer Teil der Aktivitäten ist, hat die Abkühlung den Gesamtumsatz belastet. Die Verkäufe im vierten Quartal lagen etwa 50 Mio. USD unter den Erwartungen der Analysten.

Die Märkte richteten den Blick auf diese Verfehlung.

Nach der Zahlenvorlage fiel die Aktie im nachbörslichen Handel um rund 7 Prozent. Das zeigte: Die Anleger sehen Krypto weiterhin als großes Risiko. Selbst gute Gewinne und neue Produkte konnten das nicht aufwiegen. Nach der schwachen Krypto-Performance hat der Robinhood-Aktienkurs wieder die Sorgen um ein neues bärisches Muster ausgelöst.

Der HOOD-Kurs ist am 2. Februar aus dem fallenden Kanal nach unten ausgebrochen und verlor fast 30 Prozent. Zwar gab die Zone um 71 USD Halt, aber die Krypto-Schwäche könnte die Kurse erneut nach unten drücken.

HOOD-KursmusterHOOD-Kursmuster: TradingView

Deshalb wirkt die Erholung seit dem 5. Februar zerbrechlich. Sie findet nämlich in einem übergeordneten Abwärtstrend und nicht in einem neuen Aufwärtstrend statt.


Schwacher Geldfluss und Death-Cross-Gefahr: Anleger verlieren Vertrauen

Nur der Kurs allein erklärt das Bild nicht vollständig. Geldfluss-Indikatoren zeigen, dass große Investoren weiter vorsichtig bleiben.

Ein wichtiges Werkzeug dafür ist der Chaikin Money Flow, kurz CMF. Der CMF verbindet Kurs und Volumen und zeigt so, ob große Anleger kaufen oder verkaufen. Liegt er dauerhaft über null, sammeln Institutionen meist Aktien ein. Liegt er darunter, ziehen sie sich zurück oder bleiben draußen.

Aktuell ist der CMF von Robinhood weiterhin negativ.

Sogar während der 23-Prozent-Erholung blieb der CMF unter der Nulllinie. Er blieb zudem unter seiner fallenden Trendlinie. Das bedeutet, dass große Investoren die Rallye nicht unterstützt haben.

Schwacher GeldflussSchwacher Geldfluss: TradingView

Das macht Erholungen instabil. Gleitende Durchschnitte liefern einen weiteren Hinweis.

Ein exponentieller gleitender Durchschnitt, EMA genannt, gewichtet die letzten Kurse stärker. Trader nutzen ihn, um die Stärke eines Trends zu erkennen. Fällt ein kurzfristiger Durchschnitt unter einen langfristigen, nimmt der Schwung ab.

Robinhood steht aktuell vor einem „Death-Cross”-Risiko. Das bedeutet: Der 50-Tage-EMA unterschreitet den 200-Tage-EMA. Häufig deutet das auf eine länger anhaltende Schwäche hin.

Am 30. Januar und 4. Februar gab es schon zwei bärische Kreuzungen. Nach dem Signal im Januar verlor die Aktie fast 30 Prozent. Momentan nähert sich der 50-Tage-EMA wieder dem 200-Tage-EMA. Wenn sich das Kreuz bestätigt, könnte der Abwärtsdruck stärker werden.

Kreuzungs-RisikoKreuzungs-Risiko: TradingView

Es gibt nur einen kleinen Lichtblick.

Das On-Balance-Volume, kurz OBV, vergleicht das Handelsvolumen an Tagen mit steigenden und fallenden Kursen. Es zeigt, ob Käufer oder Verkäufer überwiegen. Von September bis Februar bildete das OBV höhere Tiefs, während HOOD tiefere Tiefs ausbildete. Das deutet darauf hin, dass dennoch einige Kleinanleger weiter gekauft haben.

Beteiligung von KleinanlegernBeteiligung von Kleinanlegern: TradingView

Wenn die Schwäche im Krypto-Bereich anhält, könnte sogar diese Unterstützung verschwinden. Denn ohne besonders große Nachfrage von großen Wallets reicht die Kaufkraft der Kleinanleger oft nicht aus, um einen Trend zu drehen.


Neuer Abwärtstrend zeigt wichtige Robinhood-Kursmarken

Die Chartstruktur bleibt bärisch.

Robinhood bewegt sich seit Oktober in einem fallenden Kanal. Ein fallender Kanal entsteht, wenn der Kurs tiefere Hochs und tiefere Tiefs innerhalb paralleler Trendlinien bildet. Dadurch zeigt sich ein kontrollierter, aber anhaltender Verkaufsdruck.

Aktuell bildet sich zudem ein neuer paralleler Kanal, der auf die jüngste Kursentwicklung basiert. Diese neue Struktur deutet darauf hin, dass ein weiteres Abwärtspotenzial von mehr als 40 Prozent besteht, falls die untere Trendlinie bricht. Die erste wichtige HOOD-Kursmarke liegt bei 71 USD. Dort befindet sich die letzte Unterstützungszone.

Solange der Kurs darüber bleibt, besteht für eine Erholung noch eine Chance, selbst wenn der Krypto-Bereich belastet. Wenn der Kurs jedoch sauber unter 71 USD fällt, rücken tiefere Marken in den Fokus. In diesem Fall liegt die nächste wichtige Zone in der Nähe von 55 USD.

Robinhood KursanalyseRobinhood Kursanalyse: TradingView

Nach oben bleibt der Widerstand stark. Der HOOD-Aktienkurs muss zunächst 87 USD, dann 98 USD zurückgewinnen, damit sich die kurzfristige Struktur verbessert. Darüber hinaus dienen 107 USD und 119 USD als größere Hürden.

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