Da sich Blockchain-Technologie und künstliche Intelligenz immer mehr verbinden, sollte x402 – ein Standard, mit dem KI-Agenten automatisierte Zahlungen auf der Blockchain ausführen können – eigentlich ein Tor zur neuen Agenten-Blockchain-Ökonomie sein.
Allerdings zeigen neue Daten, dass das Transaktionsvolumen bei x402 stark gesunken ist. Dadurch gibt es Zweifel, ob der frühere Hype schon wenige Monate nach dem schnellen Aufstieg verschwunden ist.
Ein Bericht von Artemis zeigt, dass die Idee der x402-„Agenten-Zahlungen“ momentan vielleicht eher ein Wunschtraum als Realität ist. Tools wie OpenClaw, Moltbook und spezielle Agenten-Wallets verbreiten sich zwar schnell in den sozialen Netzwerken und der Entwickler-Community. Aber die On-Chain-Daten erzählen eine andere Geschichte.
Im Dezember 2025 gab es bei x402 durchschnittlich etwa 731.000 Transaktionen pro Tag. Im Februar 2026 waren es nur noch rund 57.000 täglich. Damit ist die Zahl der Transaktionen um mehr als 92 Prozent zurückgegangen.
Die Diagramme von Artemis zeigen diesen Rückgang deutlich bei Netzwerken wie Base, Polygon PoS und Solana.
Lucas, ein Experte für On-Chain-Zahlungen bei Artemis, hat das genauer analysiert. Er stellte fest, dass vor allem der Bereich „Infrastruktur & Utilities“ stark eingebrochen ist und die Hauptursache für den Rückgang ist.
Die Aktivitäten bei Diensten wie x402secure.com, agentlisa.ai und pay.codenut.ai sind um mehr als 80 Prozent eingebrochen. Solche Plattformen sind wichtige Infrastruktur-Brücken, damit Agenten reibungslos und zuverlässig x402-Zahlungen nutzen können. Doch die Nachfrage ist bisher kaum vorhanden.
Trotz der schwachen Zahlen glauben viele Analysten weiterhin an eine gute Zukunft für die agentenbasierte Ökonomie.
Wenn man weiter in die Zukunft blickt, gehen Analysten davon aus, dass KI-Agenten unabhängige wirtschaftliche Akteure werden. Diese Agenten könnten eigenständig handeln, eigene Entscheidungen treffen, Transaktionen ausführen und Werte schaffen – ohne ständige Kontrolle durch Menschen.
Analystin Stacy Muur nennt drei wichtige Hinweise, die für diese Entwicklung sprechen:
Aus Sicht von Investoren haben die gelisteten Projekte im x402-Ökosystem bei CoinGecko jedoch bisher keinen auffälligen Kursanstieg gezeigt. Die gesamte Marktkapitalisierung im Bereich liegt über 6,7 Mrd. USD. Chainlink (LINK) macht davon aber mehr als 6 Mrd. USD aus. Die meisten anderen Projekte haben eine Marktkapitalisierung unter 100 Mio. USD.
Allgemeiner Verkaufsdruck am Markt und Angst sorgen aktuell dafür, dass viele Anleger die positiven Grundlagen des x402- und KI-Agenten-Ökosystems übersehen. Bei besserer Marktstimmung könnten diese Faktoren aber vielleicht schon bald neue Krypto-Projekte mit Milliardenwert hervorbringen.
Der Beitrag KI-Agenten sollten die Blockchain-Ökonomie revolutionieren – warum ist das gescheitert? erschien zuerst auf BeInCrypto - Krypto News.


