Donald Trump, ehemaliger Präsident, hat nach einem Interview am 9. Februar in der Sendung Kudlow bei Fox Business eine hitzige Diskussion in sozialen NetzwerkenDonald Trump, ehemaliger Präsident, hat nach einem Interview am 9. Februar in der Sendung Kudlow bei Fox Business eine hitzige Diskussion in sozialen Netzwerken

Trumps „großer Fehler“ sorgt für Wirbel: Das steckt wirklich hinter seinen Aussagen zu Kevin Warsh

2026/02/10 16:04
3 Min. Lesezeit

Donald Trump, ehemaliger Präsident, hat nach einem Interview am 9. Februar in der Sendung Kudlow bei Fox Business eine hitzige Diskussion in sozialen Netzwerken ausgelöst. Im Gespräch ging es um seine Entscheidung über Kevin Warsh, Trumps Kandidaten für den Vorsitz der US-Notenbank (Fed).

Kurze Clips, die auf X (früher Twitter) im Umlauf sind, zeigen, wie Trump sagt, er habe „einen großen Fehler gemacht“. Das sorgt für Verwirrung, ob er die Nominierung von Warsh nun bereut.

Trump gesteht „großen Fehler“ ein – Doch meint er Kevin Warsh oder Powell?

Der ganze Zusammenhang zeigt: Trump sprach über das Jahr 2017, als er Jerome Powell statt Warsh auswählte. Warsh war damals der „Zweite“ im Bewerbungsprozess.

Trump sagte, der damalige Finanzminister, Steven Mnuchin, habe ihn beeinflusst. Trump nannte das Ganze einen „wirklich großen Fehler“.

Tatsächlich drückte Trump aber kein Bedauern für seine aktuelle Wahl aus. Er lobte Warsh und bezeichnete ihn als „absolut qualifizierte Person“, die sehr gute Ergebnisse liefern könne, falls sie bestätigt werde.

Trump gab zudem eine sehr auffällige Einschätzung ab: Sollte Warsh „das leistet, was er kann“, könne die US-Wirtschaft um bis zu 15 Prozent wachsen. Diese Zahl liegt deutlich über den bisherigen Höchstwerten von etwa vier bis sieben Prozent in starken Jahren.

Diese gewagte Aussage löste heftige Diskussionen aus. Einige meinen, Warsh werde als Sündenbock dargestellt, falls diese ambitionierten Erwartungen nicht erfüllt werden.

Zudem haben die Aussagen auch Auswirkungen auf die Märkte. Experten und Krypto-Kommentatoren deuten Trumps Unterstützung für Warsh als Zeichen, dass die zukünftige Fed-Führung für niedrigere Zinsen, mehr Liquidität und stärkere Wachstumsanreize sein könnte.

Hat die Fed eine Vorsitzende, die die Zinsen senkt und die Sorgen vor Inflation ignoriert, würden solche Maßnahmen normalerweise die Kurse nach oben treiben.

Trumps Warsh-Nominierung sorgt für Aufsehen bei Krypto, Märkten und in den sozialen Medien

Beiträge auf X heben die möglichen Folgen für Bitcoin, Gold und andere Risiko-Anlagen hervor. Im Allgemeinen meinen viele, Warshs Politik könnte zu leichteren Geldbedingungen führen, ähnlich wie bei der „Zins-Kontrolle“ oder einer engen Zusammenarbeit zwischen Finanzministerium und Fed.

Gleichzeitig gibt es wegen irreführender Überschriften und aus dem Zusammenhang geschnittener Clips viele Reaktionen. Manche spekulieren über andere Kandidatinnen wie Judy Shelton oder fragen sich, ob Warsh noch zurückgezogen werden könnte.

Laut Daten von Polymarket liegt die Wahrscheinlichkeit für eine Nominierung von Shelton aber nur bei drei Prozent, während 95 Prozent für Warsh sprechen.

Wahrscheinlichkeiten für Trumps Fed-KandidatenWahrscheinlichkeiten für Trumps Fed-Kandidaten. Quelle: Polymarket

Richtigstellende Beiträge und vollständige Videoausschnitte versuchen aufzuklären, dass sich Trumps „Fehler“-Aussage auf die Vergangenheit bezieht, nicht auf die aktuelle Nominierung.

Memes, Kommentare und Spekulationen über Inflation, Schuldenstand und Unabhängigkeit der Fed machen das Thema derzeit zu einem der meistdiskutierten Wirtschaftsthemen auf X.

Warsh selbst bringt klassische Zentralbank-Erfahrung und gleichzeitige Offenheit für neue Finanz-Technologien mit.

Er war von 2006 bis 2011 Fed-Gouverneur und ist Senior Fellow am Hoover-Institut. Bekannt ist er als Befürworter einer niedrigen Inflation, für Haushaltsdisziplin und eine kleinere Bilanz der Fed.

Zudem hat er Berührung mit Krypto, da er in Projekte wie Basis und Bitwise investierte. Für ihn ist Bitcoin eher ein Wertspeicher und weniger ein Zahlungsmittel.

Viele erwarten, dass Warsh für mehr makroökonomische Stabilität sorgen und längerfristig Klarheit über die Zinspolitik schaffen könnte. Allerdings sind direkte Kursanstiege bei Krypto erst wahrscheinlich, wenn er sein Amt im Mai 2026 antritt und erste Entscheidungen umsetzt.

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