Käufer von US-Spot-Bitcoin-ETFs sind eigentlich genau die Anleger, von denen man erwartet, dass sie eine stabile und langfristige Nachfrage für die wichtigste Kryptowährung bieten. Allerdings zeigen Daten, dass diese Anleger mittlerweile auf immer höheren, noch nicht realisierten Verlusten sitzen. Es gibt zudem kaum Anzeichen, dass neue Nachfrage entsteht und diesen Trend umkehrt.
Vor diesem Hintergrund zeigt sich beim langsamen Rückgang von Bitcoin eine Schwäche in der Zeit nach der ETF-Einführung.
Laut On-Chain-Daten von Glassnode liegt der durchschnittliche Einstiegskurs für US-Spot-Bitcoin-ETF-Anleger bei etwa 84.100 USD pro BTC.
Da Bitcoin derzeit bei rund 78.657 USD gehandelt wird und am Wochenende kurzzeitig unter 75.000 USD gefallen ist, hat diese Gruppe aktuell Buchverluste von etwa acht bis neun Prozent.
Für normale Anleger, die über regulierte Produkte eingestiegen sind, ist dieser Rückgang inzwischen ein leiser, aber anhaltender Stresstest der eigenen Überzeugung.
Diese Verluste führen bereits zu beschleunigten Abflüssen. Anfang Januar gab es noch starke Zuflüsse, danach drehte die Stimmung jedoch deutlich. In nur zwei Wochen wurden fast 2,8 bis drei Mrd. USD aus US-Spot-Bitcoin-ETFs abgezogen.
Wöchentliche Rückgaben von 1,49 Mrd. USD und 1,32 Mrd. USD sorgten dafür, dass die Gesamtzuflüsse ins Negative drehten. Dadurch verschwand ein Großteil der Zuversicht, die das Jahresanfang geprägt hatte.
Die täglichen Fluss-Daten zeigen den Druck. Es überwogen Netto-Abflüsse an den Handelstagen, zum Beispiel -708,7 Mio. USD am 21. Januar, -817,8 Mio. USD am 29. Januar sowie -509,7 Mio. USD am 30. Januar.
Vor allem die größten Produkte wurden verkauft, allen voran BlackRocks IBIT mit etwa 528 Mio. USD Abfluss am 30. Januar und Fidelitys FBTC.
Ein Tageszufluss von rund 419,8 Mio. USD am 2. Februar sorgte nur kurz für Erleichterung. Insgesamt bleibt die Lage jedoch angespannt.
Laut Jamie ist das unter anhaltendem Druck nicht nachhaltig. Ein tragfähiger Bitcoin-Boden würde bedeuten, dass diese Akteure nicht nur ihre Verkäufe verlangsamen, sondern wieder kaufen müssten.
Im Kern liegt der Ausverkauf am Nachfragerückgang. Bitcoin ist seit seinem Hoch im Jahr 2025 bei etwa 126.000 USD mehr als 35 Prozent gefallen. Hinzu kommt, dass die großen Erzählungen, die früher für steigende Kurse sorgten, verblasst sind.
Experten machen eine schrumpfende Liquidität, schwierigere Finanzierungsbedingungen und eine Entkopplung von Bitcoin zu traditionellen Absicherungen dafür verantwortlich.
Im Unterschied zu früheren Zyklen hat sich die Kryptowährung weder durch eine schwächere US-Währung noch durch geopolitische Risiken erholen können. Das führt dazu, dass das Interesse der Spekulanten nachlässt und Bitcoin keinen klaren Trend mehr hat.
Es ist zudem nicht das erste Mal, dass ETF-Anleger im Minus stehen. Im November 2025 fiel Bitcoin kurzzeitig unter seinen damaligen durchschnittlichen ETF-Einstiegskurs von etwa 89.600 USD. Auch damals sprachen Experten von einer Belastungsprobe.
Der Unterschied ist heute die Stimmung. Es gibt keinen Panikverkauf, sondern eher Gleichgültigkeit am Markt. Die Anleger verlassen die Produkte nicht massenhaft, aber sie kaufen auch nicht zu.
Er sagte zudem, dass die langsamere Akkumulation unter börsennotierten sowie privaten Firmen die ETF-Entwicklung widerspiegelt.
Ohne einen neuen Anstoß, wie etwa steigende ETF-Zuflüsse, mehr Liquidität oder eine neue spannende Geschichte, könnte diese Entwicklung weitergehen. Dadurch könnten sinkende Kurse Käufer abschrecken. Kapital würde an der Seitenlinie bleiben und so die Schwäche an den Märkten verstärken. Das Vertrauen der Gemeinschaft könnte zudem weiter sinken.
Trotzdem halten die US-Spot-Bitcoin-ETFs zusammen geschätzt 104,48 Mrd. USD an Vermögenswerten. Das ist eine große Menge langfristiges Kapital.
Der Beitrag Bitcoin-ETF-Anleger erleiden 8-Prozent-Verluste – 3-Mrd.-USD-Abfluss in nur zwei Wochen erschien zuerst auf BeInCrypto - Krypto News.

