Die amerikanische Politik scheint kurz vor einer Einigung zu stehen, um eine erneute Schließung der Regierung zu verhindern. Die Ruhe an den Finanzmärkten ist jedoch noch weit entfernt. Präsident Donald Trump sagte, dass ein Deal nahe sei, während Anleger weiterhin scharf auf Liquidität, Zinsen und Geopolitik achten. Das sorgt für Unruhe sowohl bei Krypto- als auch bei traditionellen Märkten.
In Washington wurde ein vorläufiger Entwurf vereinbart, um eine teilweise Schließung der Regierung zu vermeiden. Dennoch müssen entscheidende Abstimmungen im Kongress noch stattfinden, bevor die Finanzierung tatsächlich gesichert ist. Die Deadline liegt am Freitag um 00:00 Uhr amerikanischer Zeit.
Frühere Verhandlungen scheiterten an der Finanzierung für innere Sicherheit und Einwanderungsdurchsetzung. Trump warnt, dass eine langanhaltende Schließung die größte Bremse für die Wirtschaft wäre und sagt, intensiv mit dem Kongress zusammenzuarbeiten, um das zu verhindern.
Die Unsicherheit kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Bitcoin auf den niedrigsten Stand seit neun Monaten fiel. Der Preis sank auf 68.200 Euro. Laut Händlern kommt dieser Rückgang nicht durch weniger Vertrauen, sondern weil weniger Fiatgeld verfügbar ist.
Das amerikanische Finanzministerium baut seinen Kassenbestand auf, wodurch Druck auf risikoreichere Anlagen wie Bitcoin entsteht. Dieser Effekt war auch bei Krypto-Börsenfonds sichtbar, wo dieses Jahr bereits etwa 850 Millionen Euro an Abflüssen gemessen wurden.
Marktkenner weisen dabei auf das Treasury General Account hin, das Konto der amerikanischen Regierung bei der Zentralbank. Wenn dieses schnell wächst, wird Geld vorübergehend dem Finanzsystem entzogen. Historisch gesehen spüren Aktien und Krypto das als Erste. Große Akteure aus der Krypto- und Blockchain-Industrie bleiben vorerst abwartend. Das unterstützt das Bild, dass die Bewegung hauptsächlich technisch und wirtschaftlich getrieben ist.
Neben der Diskussion über die Schließung der Regierung spielt Geopolitik eine immer größere Rolle. Die Ankündigung eines nationalen Notstands rund um Kuba und harte Worte in Richtung Iran halten Anleger in Alarmbereitschaft. Gleichzeitig sahen Gold und Silber heftige Schwankungen nach früheren Rekordhöhen. Silber fiel sogar mehr als zwanzig Prozent unter seinen Höchststand, während Gold kurz unter 4200 Euro tauchte.
Frühere Schließungen zeigten, dass solche Situationen hauptsächlich zu höherer Volatilität führen, nicht direkt zu einem klaren Trend. So kann auch die Nominierung des Vorsitzenden der Federal Reserve Einfluss haben. Inzwischen ist bekannt, dass Trump Kevin Warsh als Vorsitzenden der amerikanischen Zentralbank ernannt hat.
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