Der Bitcoin-Kurs notiert aktuell bei rund 90.000 US-Dollar. Nach Tagen der Unsicherheit brachte der Mittwochabend zumindest etwas Klarheit. Die US-Notenbank Federal Reserve hat den Leitzins unverändert gelassen. Damit blieb eine Zinssenkung aus, wie es die meisten Marktteilnehmer bereits erwartet hatten. Die Reaktion am Markt fiel entsprechend verhalten aus. Weder kam es zu einem größeren Ausbruch nach oben noch zu einem deutlichen Abverkauf. Bitcoin bleibt damit in einer abwartenden Phase.
Bitcoin-Kurs in den letzten 7 Tagen auf Coinmarketcap
Die Fed hält den Leitzins weiter in der Spanne von 3,50 bis 3,75 %. In ihrer Begründung machte sie deutlich, dass die Inflation zwar gesunken ist, aber weiterhin über dem Zielwert liegt. Gleichzeitig zeigt sich der Arbeitsmarkt stabiler, ohne neue Überhitzungssignale zu senden.
Genau diese Mischung erklärt die aktuelle Zurückhaltung. Die Notenbank will sich Zeit nehmen und beobachten, wie sich Wirtschaft und Inflation weiter entwickeln. Es ist die erste Zinspause seit Juli 2025. Viele Marktbeobachter gehen davon aus, dass die Zinssenkung im Dezember womöglich der letzte Schritt unter Jerome Powell war.
US-Präsident Donald Trump fordert seit Monaten offen niedrigere Zinsen. In den vergangenen Wochen wurde der Ton spürbar schärfer. Mitte Januar sorgte zudem die Ankündigung einer möglichen Untersuchung gegen Fed-Chef Jerome Powell für Unruhe. Powell sieht darin ein politisches Manöver. Das erhöht den Druck auf die Notenbank und verstärkt die Unsicherheit an den Märkten. Für Bitcoin bedeutet das: Solange unklar ist, wie unabhängig die Fed in Zukunft agiert, bleiben viele Anleger vorsichtig.
Parallel dazu rückt bereits die Nachfolge von Jerome Powell in den Fokus. Auf Prognose- und Wettmärkten wie Polymarket wird intensiv darüber spekuliert, wer künftig die US-Notenbank führen könnte.
Nachfolger von Jerome Powell. Quelle: Polymarket
Aktuell gilt Rick Rieder, Investmentchef für Anleihen bei BlackRock, als Favorit. Seine Chancen haben sich zuletzt deutlich verbessert. Ebenfalls werden Christopher Waller, derzeit Mitglied des Fed-Boards, sowie der frühere Fed-Gouverneur Kevin Warsh in dieser Position gesehen. Für die Märkte ist diese Frage relevant. Ein neuer Fed-Chef könnte den geldpolitischen Kurs spürbar verändern, entweder in Richtung schnellerer Zinssenkungen oder mit weiterhin harter Linie gegen Inflation.
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Für Bitcoin brachte die Zinsentscheidung zunächst keinen direkten Impuls. Die erwartete Pause war eingepreist. Wichtiger als der aktuelle Zinssatz bleibt die Frage, wann und wie schnell die Fed im Laufe des Jahres lockern wird und wer diesen Kurs künftig bestimmt. Solange die Fed vorsichtig bleibt und politische Unsicherheiten zunehmen, dürfte auch der Bitcoin-Kurs eher seitwärts laufen. Erst klare Signale für Zinssenkungen oder ein Richtungswechsel an der Spitze der Notenbank könnten neue Dynamik bringen.
Bitcoin: Platz gerade der große Traum? - Gold- & Silber-Boom erklärt
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