Silber-Futures stiegen am 29. Januar auf über 117 USD. Damit setzte sich eine historische Rallye mit 275 Prozent Gewinn im vergangenen Jahr fort. Grund für den Silber-Futures stiegen am 29. Januar auf über 117 USD. Damit setzte sich eine historische Rallye mit 275 Prozent Gewinn im vergangenen Jahr fort. Grund für den

Der Silber-Short Squeeze: Nur 14 Prozent der Futures sind gedeckt


Silber-Futures stiegen am 29. Januar auf über 117 USD. Damit setzte sich eine historische Rallye mit 275 Prozent Gewinn im vergangenen Jahr fort. Grund für den Anstieg ist eine starke Knappheit im physischen Angebot. Die Lagerbestände decken nur 14 Prozent der offenen Futures-Positionen.

Mehrere Faktoren kommen zusammen: leere Lager, große Short-Positionen der Händler und ungewöhnliche Kontrakt-Rückwärtsrollen. Das führt jetzt zu einem klassischen Short Squeeze.

Lagerbestände geraten unter Druck

Nach dem letzten CME-Lagerbericht vom 27. Januar sanken die Silbermengen in COMEX-zugelassenen Depots auf 411,7 Mio. Unzen. Besonders wichtig ist die registrierte Menge, denn nur dieses Metall ist sofort für Futures-Lieferungen verfügbar. Sie fiel auf 107,7 Mio. Unzen.

Die registrierten Bestände sanken an nur einem Tag um 4,7 Mio. Unzen. Das Metall wurde entweder aus den Tresoren entnommen oder als „eligible“ umgewandelt. „Eligible“ Silber kann nicht für Futures-Lieferungen genutzt werden.

Es gibt momentan 152.020 offene Kontrakte, das entspricht 760 Mio. Unzen. Somit decken die registrierten Bestände nur 14,2 Prozent der offenen Ansprüche ab. Wenn also schon wenige Futures-Inhaber echte Lieferung verlangen, könnte die Börse schnell große Probleme bekommen.

Kommerzielle Short-Positionen übersteigen verfügbares Angebot

Zahlen aus dem CFTC Commitments of Traders Report vom 20. Januar zeigen, wie groß der Druck von der Short-Seite ist.

Kommerzielle Händler – vor allem Banken und Händler – halten 90.112 Kontrakte short und 43.723 long. Die Netto-Short-Position liegt somit bei 46.389 Kontrakten oder etwa 231 Mio. Unzen.

Diese Netto-Short-Position ist mehr als doppelt so groß wie die 108 Mio. Unzen registriertes Silber, die zur Lieferung bereitstehen. Sollten viele Longs physische Auslieferung fordern, müssten Short-Seller immer knapperes Metall beschaffen. Das könnte den Kurs weiter beschleunigen.

Backwardation und Backward Rolls deuten auf Stress hin

Der Silbermarkt befindet sich seit Anfang Oktober in Backwardation – dabei liegen die Kassapreise über den Futures-Preisen. Dies zeigt, dass die aktuelle Nachfrage nach Silber das verfügbare Angebot übersteigt. In normalen Märkten ist das selten zu beobachten.

Analysten berichten, dass Futures-Kontrakte nicht von März auf Februar, sondern direkt auf Januar zurückrollen. Das zeigt, dass viele Händler nicht bis zu späteren Lieferterminen warten wollen.

Im Januar wurden schon 9.608 Kontrakte – also 48 Mio. Unzen – für physische Lieferung ausgegeben. Das sind fast 45 Prozent der aktuellen registrierten Bestände.

Solarbranche gerät unter Druck

Die Angebotsknappheit wird durch die anhaltende industrielle Nachfrage noch verstärkt. Silber macht inzwischen 29 Prozent der Gesamtkosten für Solarmodule aus. Im letzten Jahr waren es noch 14 Prozent, 2023 nur 3,4 Prozent.

Heute ist Silber damit das teuerste Bauteil für Photovoltaik-Hersteller – teurer als Aluminium, Glas oder Silizium. Große chinesische Hersteller wie Trina Solar und Jinko Solar haben bereits erklärt, dass sie 2025 und 2026 wahrscheinlich Verluste machen werden.

Als Reaktion will Longi Green Energy ab dem zweiten Quartal 2026 Solarzellen mit Kupfer auf den Markt bringen. Experten sagen aber, dass solche Umstellungen meist viele Jahre dauern. Kurzfristig bleibt die Nachfrage nach physischem Silber sehr hoch.

Gold-Kurs zeigt sich im Vergleich stabil

Gold dagegen zeigt keine solchen Spannungen. Die Goldbestände in den COMEX-Lagern liegen bei 35,9 Mio. Unzen, davon sind 18,8 Mio. registriert. Bei 528.004 offenen Kontrakten (52,8 Mio. Unzen) sind damit 35,7 Prozent abgedeckt – mehr als doppelt so viel wie bei Silber.

Gold-Futures sind weiterhin im Contango. Also liegt der Preis für Futures höher als der Kassakurs. Die Lagerbewegungen bleiben gering.

Ausblick

Das strukturelle Defizit am Silbermarkt hält laut dem Silver Institute inzwischen im fünften Jahr an. Die Lager werden deshalb immer leerer. Die Leihzinsen und Aufschläge auf physischen Silber steigen weltweit. Daher bestehen weiterhin gute Chancen für weitere Kursgewinne.

Du solltest aber wissen: Ein so angespannter Markt kann auch sehr schnell korrigieren, zum Beispiel wenn mehr Leute Gewinne mitnehmen oder wenn die Börsen neue Limits einführen.

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