Investoren beeilten sich, die AVAX One-Aktien neu zu bewerten, nachdem eine überraschende Insider-Registrierungseinreichung neue Bedenken hinsichtlich zukünftigen Verkaufsdrucks aufwarf.
AVAX One, ein Unternehmen für digitale Vermögenswerte, das vom Gründer von SkyBridge Capital, Anthony Scaramucci, beraten wird, verzeichnete am Dienstag einen Kursrückgang von mehr als 32%. Der Rückgang folgte auf eine Einreichung zur Registrierung von fast 74 Millionen Insider-gehaltenen Aktien für einen potenziellen Verkauf auf dem öffentlichen Markt.
Das Unternehmen, das AVAX-Token und andere Assets des Avalanche-Ökosystems hält, gab den Schritt am späten Dienstag, dem 27.01.2026, bekannt. Die Einreichung spezifizierte jedoch nicht, ob oder wann diese Aktien tatsächlich verkauft würden, sodass Händler über den Zeitpunkt spekulieren mussten.
Die Registrierung von Insider-Aktien bei der U.S. Börsenaufsichtsbehörde SEC erhöht nicht die Aktienanzahl selbst, signalisiert aber oft, dass zuvor eingeschränkte Anteile bald frei handelbar werden könnten. Allerdings kann die Unsicherheit allein bei wenig gehandelten Werten stark ins Gewicht fallen.
Der starke Preisrückgang spiegelt wachsende Bedenken hinsichtlich Aktienverwässerung unter Investoren wider. Indem AVAX One Insider-Bestände zum Weiterverkauf berechtigt, öffnete das Unternehmen effektiv die Tür für einen großen Aktienblock auf den Markt, selbst wenn keine Verkäufe unmittelbar bevorstehen.
Darüber hinaus werden solche Schritte im Krypto-Aktienbereich genau beobachtet, wo die Liquidität oft begrenzt und die Orderbücher dünn sind. Unter diesen Bedingungen kann selbst die Aussicht auf größere Verkäufe die Kurse schnell nach unten drücken, da Händler versuchen, potenzielles Angebot vorwegzunehmen.
Für einige Aktionäre warf das Ausmaß der Insider-Aktienregistrierung – etwa 74 Millionen Aktien – Fragen über das langfristige Vertrauen früher Unterstützer auf. Andere merkten jedoch an, dass die Registrierung auch ein routinemäßiger Schritt für reifende Unternehmen sein kann, die eingeschränkte Aktien in frei handelbare Anteile überführen.
Die Reaktion auf die Einreichung unterstreicht den breiteren Druck auf öffentliche Krypto-Unternehmen, deren Aktien mit steilen Abschlägen zum Wert ihrer zugrunde liegenden Avalanche-Token-Bestände und anderen digitalen Vermögenswerten gehandelt werden. Im Fall von AVAX One konzentriert sich der Markt zunehmend auf die Lücke zwischen Aktienkurs und Nettovermögenswert.
Allerdings hat das Management versucht, diese Diskrepanz anzugehen. Das Unternehmen kündigte kürzlich einen Aktienrückkaufplan an, der den Kauf von bis zu 40 Millionen US-Dollar eigener Aktien genehmigt, falls der Nettovermögenswert seines Portfolios unter seine Marktkapitalisierung fällt.
Rückkäufe sind zu einer gängigen Taktik unter digitalen Vermögensverwaltungen geworden, die Handelspreise stützen und Vertrauen signalisieren wollen. AVAX One-Aktien wurden daher als Fallstudie genau beobachtet, ob solche Programme NAV-Abschläge bei volatilen krypto-verbundenen Aktien schließen können.
AVAX Ones Ansatz spiegelt den von Konkurrenten wie BitMine und KindlyMD wider, die sich ebenfalls auf Rückkäufe stützen, da ihre token-lastigen Bilanzen mit erheblichen Abschlägen auf öffentlichen Märkten gehandelt werden. Darüber hinaus navigieren diese Unternehmen in einer Landschaft, in der Aktieninvestoren oft skeptisch gegenüber Krypto-Engagement bleiben.
Die Kombination aus einer großen Insider-Registrierung und einer aktiven Rückkaufgenehmigung sendet ein gemischtes Signal an den Markt. Einerseits deutet die Registrierung auf potenziellen Verkauf durch frühe Inhaber hin; andererseits könnte der Rückkauf einen Teil dieses Angebots absorbieren, wenn er aggressiv ausgeführt wird.
Inmitten dieser Debatte stellen Analysten fest, dass die Performance der AVAX One-Aktien wahrscheinlich davon abhängt, wie schnell registrierte Aktien verkauft werden, dem Tempo der Rückkäufe und der Entwicklung des breiteren Avalanche-Ökosystems.
Vorerst beobachten Händler, ob AVAX One weitere Hinweise zu Insider-Verkaufsabsichten gibt oder sein Rückkauftempo als Reaktion auf Marktvolatilität anpasst. Darüber hinaus könnte jede starke Bewegung im Preis von AVAX oder verwandten Avalanche-Assets die Wahrnehmung der Bilanzstärke schnell verändern.
Letztendlich unterstreicht die Episode, wie sensibel krypto-verbundene Aktien auf Kapitalstrukturentscheidungen reagieren. Die Erfahrung von AVAX One zeigt, dass in diesem Sektor selbst routinemäßige Einreichungsschritte übergroße Reaktionen auslösen können, wenn Investoren zukünftige Verwässerung befürchten.


