Der Kurs von XRP ist in den letzten 24 Stunden um etwa 1 Prozent gestiegen, aber diese Bewegung allein bedeutet wenig. Wichtiger ist, was unter der Oberfläche passiert.
Kurzfristige Trader verlassen den Markt, während mittelfristige Halter einsteigen. Zudem sind die XRP ETF-Zuflüsse wieder ins Plus gedreht. Zusammen bereiten diese Veränderungen einen möglichen Dominoeffekt vor, bei dem ein kleines technisches Signal einen viel größeren Anstieg auslösen könnte. Vielleicht erreicht XRP dann ein Niveau, das letztes Jahr schon einmal erreicht wurde.
Eine der deutlichsten Veränderungen sieht man in den sogenannten HODL-Wellen von XRP. Die HODL Waves zeigen an, wie lange Coins gehalten werden. Dadurch kann man kurzfristige Trader und Halter mit Überzeugung besser unterscheiden.
Im letzten Monat hat das spekulative Angebot deutlich abgenommen. Halter in der Gruppe „ein Tag bis eine Woche“ sank zwischen dem 9. Januar und 26. Januar von etwa 1,5 Prozent auf 0,76 Prozent.
Die Gruppe „eine Woche bis ein Monat“ fiel im gleichen Zeitraum von 5,71 Prozent auf etwa 2,07 Prozent. Gleichzeitig machen die längerfristigen Halter das Gegenteil.
Die Gruppe „sechs bis zwölf Monate“ ist von 19,5 Prozent auf 22,3 Prozent gestiegen. Zudem ist die Gruppe „ein bis zwei Jahre“ leicht von 11,73 Prozent auf 11,92 Prozent gewachsen.
Das ist wichtig, weil spekulatives Geld oft bei lokalen Tiefs aussteigt, während Anleger mit Überzeugung leise ihre Positionen aufbauen. Die XRP ETF-Zuflüsse – einer der wichtigsten Überzeugungsindikatoren – bestätigen das. Nachdem in der letzten Woche noch Abflüsse überwogen, hat diese Woche mit frischen Zuflüssen begonnen.
Einfach gesagt: Schnelles Geld geht, geduldiges Geld kommt.
Auf dem Kurs-Chart bildet XRP gerade eine große umgekehrte Kopf-Schulter-Formation, die Anfang November begonnen hat. Auf den ersten Blick scheint dieses Muster unrealistisch, weil die Nackenlinie deutlich über dem aktuellen Kurs liegt.
Von jetzt an müsste XRP etwa 31 Prozent zulegen, nur um die Nackenlinie zu erreichen. Falls der Ausbruch gelingt, ist ein Kurspotenzial von rund 33 Prozent möglich.
Das klingt weit entfernt, doch der Dominoeffekt startet nicht erst an der Nackenlinie. Das erste Signal ist neue Dynamik. XRP hat am 17. Januar die 20-Tage-EMA verloren. Der exponentielle gleitende Durchschnitt (EMA) gewichtet die neuesten Kurse stärker und zeigt so kurzfristige Trends.
Um die 20-Tage-EMA zurückzugewinnen, braucht XRP nur einen Tagesanstieg von 3 bis 4 Prozent. Zuletzt, am 2. Januar, hat XRP diesen EMA zurückerobert und der Kurs ist danach fast 26 Prozent gestiegen. So ein Schub könnte dazu beitragen, schneller die Nackenlinie zu erreichen.
Dynamik zeigt sich schon beim RSI. Der Relative-Stärke-Index (RSI) misst, ob Momentum nachlässt oder zunimmt.
Zwischen Ende November und dem 25. Januar bildete der XRP-Kurs ein tieferes Tief, während der RSI ein höheres Tief zeigte. Diese bullische Divergenz ist oft ein Zeichen, dass der Verkaufsdruck nachlässt – noch bevor der Kurs wieder steigt.
So beginnt das Domino-Spiel:
Der RSI wird stabil → Die EMA wird zurückerobert → Das Momentum steigt → Die Nackenlinie wird wichtig → Die Nackenlinie bricht, was den Ausbruch aktiviert.
Große Inhaber scheinen sich auf diese Schritte vorzubereiten. Zum Beispiel haben Wallets mit 10 Mio. bis 100 Mio. XRP ihre Guthaben nach dem 25. Januar von etwa 11,16 Mrd. auf 11,19 Mrd. Token erhöht.
Diese Käufe begannen kurz nach dem Auftauchen der bullischen Divergenz. Das deutet darauf hin, dass die Wale auf denselben Momentums-Wechsel reagieren, der auch im Chart zu sehen ist. Die Ansammlung läuft vorsichtig, nicht aggressiv. Trotzdem folgt sie dem breiteren Trend.
Hier spielen die Kursmarken eine Rolle.
Der XRP-Kurs muss zuerst die 20-Tage-EMA zurückerobern. Darüber liegt Widerstand bei 2,05 USD und 2,20 USD. Wird der Bereich bei 2,52 USD überschritten und gehalten, rückt die Nackenlinie erneut in den Fokus.
Falls die Nackenlinie bricht, vervollständigt sich das Domino-System. Dann wäre der Weg zu 3,30 USD (genauer: 3,34 USD) frei. Das ist die 33-Prozent-Projektion vom Kopf bis zur Nackenlinie. Zudem war dieses Kursniveau eines der Preisziele, die bereits im Oktober des letzten Jahres erreicht wurden.
Unter 1,80 USD wird die Struktur schwächer und unter 1,76 USD ist sie komplett ungültig.
Im Moment bricht XRP nicht aus. Dennoch bildet sich die Sequenz für einen Ausbruch langsam heraus.
Der Beitrag XRP-Kurs vor Domino-Effekt: Kommt jetzt das 3,30-USD-Comeback? erschien zuerst auf BeInCrypto - Krypto News.


