Das Pentagon veröffentlichte am Freitagabend eine lang erwartete Nationale Verteidigungsstrategie, die eine „atemberaubende Kehrtwende" in der jahrzehntelangen US-Politik darstellt, indem der Fokus von China weg und hin zur Verteidigung des US-Heimatlandes und der westlichen Hemisphäre verlagert wird.
Dies geht aus einem Bericht von Politico hervor, der hinzufügte, dass die neue Strategie der Trump-Regierung einen scharfen Bruch mit sowohl demokratischen als auch republikanischen Regierungen darstellt – einschließlich der ersten Amtszeit von Präsident Donald Trump im Weißen Haus.
„Die Nationale Verteidigungsstrategie – eine dramatische Verschiebung selbst gegenüber der ersten Trump-Regierung – konzentriert sich nicht mehr in erster Linie auf die Eindämmung Chinas", berichtete Politico am Freitag. „Stattdessen macht sie frühere Regierungen dafür verantwortlich, amerikanische Interessen ignoriert und den Zugang des US-Militärs zum Panamakanal und nach Grönland gefährdet zu haben."
Laut der Strategie verfolgten frühere Regierungen das, was sie „grandiose Strategien" nennt, während sie die „praktischen Interessen" der amerikanischen Öffentlichkeit vernachlässigten. Während das Dokument anerkennt, dass „Europa wichtig bleibt", argumentiert es, dass der Kontinent nun „einen kleineren und abnehmenden Anteil an der globalen Wirtschaftsmacht" hält und nicht länger der Hauptfokus der US-Verteidigungsplanung sein sollte.
Die Strategie verzichtet darauf, Europa als Ort in „zivilisatorischem Niedergang" zu bezeichnen, aber, wie Politico am Freitag anmerkte, „betont sie, was die Regierung als abnehmende Bedeutung wahrnimmt."
Während China ein Anliegen bleibt, hat sich der Schwerpunkt geändert, wobei das Pentagon nun zu fortgesetzter Diplomatie mit Peking aufruft, während es gleichzeitig „eine starke Abwehrverteidigung" im Pazifik errichtet, um Konflikte abzuschrecken. Das Dokument führt nicht im Detail auf, welche Streitkräfte oder Ressourcen eingesetzt würden, stellte Politico fest.
Russland, Iran und Nordkorea werden als Bedrohungen erwähnt – aber sie spielen eine sekundäre Rolle, heißt es in dem Dokument.

