Ripple-President Monica Long hat am 20. Januar eine ambitionierte Roadmap für die institutionelle Krypto-Adoption im Jahr 2026 vorgelegt. Die Prognose: Institutionelle Bilanzen werden bis Jahresende über 1 Billion Dollar an digitalen Assets halten, und etwa die Hälfte der Fortune-500-Unternehmen wird formalisierte Digital-Asset-Strategien implementiert haben. Long identifiziert vier Schlüsseltrends, die diese Revolution antreiben werden.
Long konzentriert sich auf vier zentrale Entwicklungen, die das Krypto-Ökosystem fundamental verändern werden:
1. Stablecoins als Standard-Settlement-Rails Long argumentiert, dass Stablecoins innerhalb von fünf Jahren “vollständig in globale Zahlungssysteme integriert sein werden – nicht als alternative Schiene, sondern als die fundamentale.” Als Beweis nennt sie Visa und Stripe, die bereits Stablecoin-Rails in bestehende Zahlungsflüsse integrieren.
2. Mainstream-Institutionelle-Exposition Die institutionelle Dynamik baut sich bereits auf. Eine Coinbase-Umfrage aus 2025 ergab, dass 60% der Fortune-500-Unternehmen aktiv an Blockchain-Initiativen arbeiten. Über 200 börsennotierte Unternehmen halten mittlerweile Bitcoin in ihren Treasuries.
3. Custody-Konsolidierung Krypto-M&A erreichte 2025 8,6 Milliarden Dollar, und Long prognostiziert, dass Custody die nächste Konsolidierungswelle antreiben wird. Sie erwartet, dass mehr als die Hälfte der weltweiten Top-50-Banken 2026 mindestens eine neue Custody-Beziehung für digitale Assets formalisieren werden.
4. Konvergenz von Blockchain und KI Long envisioniert KI-Modelle, die mit Blockchain-Infrastruktur für Echtzeit-Treasury-Management, automatisierte Margin Calls und dynamisches Portfolio-Rebalancing über tokenisierte Assets arbeiten. Zero-Knowledge-Proofs werden es KI-Systemen ermöglichen, Kreditwürdigkeit zu bewerten, ohne sensible Daten offenzulegen.
Ripple-President Monica Long, Quelle: XDie Zahlen untermauern Longs B2B-These eindrucksvoll. Laut Artemis Analytics erreichten B2B-Stablecoin-Zahlungen 2025 eine annualisierte Laufrate von 76 Milliarden Dollar – ein dramatischer Anstieg von monatlichen Volumen unter 100 Millionen Dollar in früheren Jahren.
“Die Nutzung von Stablecoins beschränkt sich nicht mehr auf einfache Transfers zwischen Individuen. Heute betrifft die Mehrheit der Stablecoin-Flows B2B-Zahlungen”, erklärt Long. Unternehmen entdecken neue Möglichkeiten für Effizienz und Kostenersparnis.
Ripples eigener RLUSD-Stablecoin spielt eine zentrale Rolle in diesen Prognosen. Das Unternehmen erhielt kürzlich die vorläufige OCC-Genehmigung für die Gründung der Ripple National Trust Bank – ein Schritt, den Long als “Präzedenzfall für institutionelle Compliance” bezeichnet.
Die institutionelle Adoption beschleunigt sich bereits messbar:
Long hebt die Bedeutung regulatorischer Klarheit hervor. Sie verweist auf Frameworks wie die MiCA-Regulierung der EU, die den rechtlichen Grundstein für einen konformen Stablecoin-Markt legt. Bis 2027 erwartet Long, dass Banken und Finanzinstitute in regulierten Regionen eigene regulierte Stablecoins ausgeben und halten werden.
Das GENIUS Act, das 2025 verabschiedet wurde, war laut Long “monumental für die Branche und Stablecoin-Adoption weltweit.”
Ripple hat 2025 fast 4 Milliarden Dollar für eine Serie aggressiver Akquisitionen eingesetzt, um sein Ökosystem auszubauen. Der Eckpfeiler dieser Strategie war der 1,25-Milliarden-Dollar-Kauf des Prime Brokers Hidden Road im April, der anschließend als Ripple Prime umbenannt wurde.
Long betont Ripples strategischen Fokus: “Der Kern unserer Strategie war es, die Technologieentwicklung unserer Digital-Asset-Infrastruktur zu beschleunigen – durch Komponenten wie MPC-Custody über Palisade sowie die Stärkung unseres Stablecoin-Angebots.”
Ob diese Prognosen sich bewahrheiten, bleibt abzuwarten. Mit dem GENIUS Act, der einen regulatorischen Rahmen für Stablecoins in den USA etabliert, und zunehmender institutioneller Nachfrage scheinen die Grundlagen jedoch solide.
Long fasst zusammen: “Um die nächste Milliarde Nutzer zu gewinnen, insbesondere Institutionen, muss Krypto radikal einfacher zu nutzen werden und sich außerhalb der Echo-Kammer bewegen.”
Die Vision ist klar: 2026 wird Finanzen schneller, effizienter und inklusiver machen – dank der weit verbreiteten Adoption von Stablecoins und digitalen Assets. Unternehmen werden Kapital freisetzen, Banken werden neue Services anbieten, und Nutzer werden von größerer Zugänglichkeit profitieren.
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