Ein Krypto-Fondsmanager warnt vor einem fundamentalen Problem bei Bitcoin (BTC). Die Sicherheit des Netzwerks sei langfristig nicht tragfähig und werde in sieben bis zehn Jahren vollständig zusammenbrechen, warnt er.
Grund dafür ist eine Abwärtsspirale, die durch die sogenannten „Halvings“ ausgelöst wird: Durch diese verdienen Miner immer weniger, was das Mining zunehmend unrentabel und das Netzwerk weniger sicher macht. Nachfolgend erklärt er, was genau er meint.
Das Sicherheitsmodell von Bitcoin sei auf lange Sicht nicht tragfähig, erklärt Justin Bons, Fondsmanager bei Cyber Capital.
Alle vier Jahre findet ein sogenanntes „Halving“ statt, bei dem die Menge an Bitcoin, die Miner als Belohnung erhalten, halbiert wird. Dadurch sinkt ihr Einkommen kontinuierlich – laut Bons ein ernstes Problem.
Bitcoin-Mining ist ein zentraler Bestandteil der Netzwerksicherheit, denn der enorme Energieverbrauch der Miner fungiert als Schutzbarriere.
Um das Netzwerk erfolgreich anzugreifen, müsste ein Angreifer mehr als 50 % der gesamten Rechenleistung kontrollieren – und damit auch über die Hälfte der globalen Energiekosten tragen. Aufgrund des extrem hohen Energieaufwands ist das in der Praxis wirtschaftlich nicht realistisch.
Doch genau dieser Sicherheitsmechanismus könnte scheitern, wenn Miner immer weniger verdienen, warnt Bons. Bleiben die Einnahmen wegen der regelmäßigen Halvings weiter rückläufig, werden viele Miner gezwungen sein, den Betrieb einzustellen.
Je mehr Halvings stattfinden, desto weniger Miner bleiben übrig – und die Sicherheit des Netzwerks nimmt weiter ab. An diesem Punkt wird das System verwundbar. Bons schreibt:
Zwar gäbe es mögliche Lösungsansätze – doch keine davon sei wirklich tragfähig, so Bons. Eine Option wäre, dass der Bitcoin-Preis sich alle vier Jahre verdoppelt, um die sinkenden Mining-Einnahmen auszugleichen. Doch auf Dauer sei das unrealistisch:
Eine andere Möglichkeit wäre, dass die Transaktionsgebühren stark ansteigen, da auch sie Einnahmen für Miner generieren. Um die Einbußen durch die Halvings zu kompensieren, müssten die Gebühren jedoch astronomisch hoch sein.
Ein noch kontroverserer Vorschlag wäre, den Code zu ändern und die maximale Anzahl an Bitcoin über das derzeitige Limit von 21 Millionen hinaus zu erhöhen. Doch Bons hält den Widerstand innerhalb der Community gegen eine solche Änderung für zu groß.
Auf Basis der kommenden Halvings geht Bons davon aus, dass Bitcoin innerhalb der nächsten sieben bis zehn Jahre kollabieren wird. Seine Warnung ist deutlich:
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