Die Krypto-Marktliquidität wurde 2025 ungleichmäßig, sagte der Marktmacher Wintermute. Das Kapital der Investoren konzentrierte sich auf eine kleine Gruppe von Token, während der Großteil des Marktes Schwierigkeiten hatte, an Fahrt zu gewinnen.
Da sich der Krypto-Markt von den früheren, zyklischen Mustern löst, hat die Firma drei wichtige Entwicklungen erkannt. Sie glaubt, dass diese eine breitere Markterholung im Jahr 2026 ermöglichen können.
In ihrem Bericht zum OTC-Markt für digitale Vermögenswerte 2025 bemerkt Wintermute, dass viele der langjährigen Annahmen des Krypto-Marktes in diesem Jahr auf die Probe gestellt wurden. Zudem zeigt sich ein breiter Wandel darin, wie Liquidität im Sektor funktioniert.
Normalerweise fließt das Kapital in Krypto-Märkten in einem wiederkehrenden Muster. Es beginnt mit Bitcoin als Haupteinstiegspunkt für Liquidität und wechselt dann zu Ethereum, wenn die Bitcoin-Dynamik nachlässt.
Anschließend bewegt sich das Kapital zu großen und später zu kleineren Altcoins, wenn mehr Risiko eingegangen wird. Doch das war 2025 nicht der Fall.
Die Markt-Making-Firma stellte fest, dass sich der Handel 2025 stark auf Bitcoin und Ethereum sowie eine kleine Gruppe großer Token konzentrierte. Somit wurde die Liquidität immer stärker auf die wichtigsten Assets verteilt, statt im gesamten Markt gestreut zu sein.
Der Bericht erklärt, dass dieser Wandel durch Exchange-Traded Funds (ETFs) und Digital Asset Treasuries (DATs) ausgelöst wurde. Noch vor kurzem waren Stablecoins und direkte Investments die wichtigsten Einstiegspunkte für Kapital im Krypto-Markt.
Die Folge war, dass der Markt breiter wurde, die Unterschiede bei den Renditen jedoch zunahmen. Das zeigt, dass Kapital gezielter eingesetzt wurde, statt wie früher im gesamten Markt zu rotieren. Das sieht man besonders bei Altcoins und Memecoins.
Im Bericht steht auch, dass Rallys im Altcoin-Markt deutlich kürzer wurden als in den Jahren zuvor. Zwischen 2022 und 2024 dauerten Altcoin-Rallys meist 45 bis 60 Tage.
2025 dagegen ging die Dauer der Rallys stark zurück, die mittlere Zeit lag etwa bei 20 Tagen. Das passierte trotz neuer Entwicklungen wie Launchpads für Memecoins, Perpetual DEXes und der x402-Narrative.
Wintermute lenkt zudem die Aufmerksamkeit auf die Entwicklung der Memecoins im Jahr 2025. Die Firma fand heraus, dass die gesamte Marktkapitalisierung der Memecoins nach dem ersten Quartal stark sank. Sie konnte wichtige Unterstützungen nicht wieder zurückgewinnen. Zwar gab es kurze Spitzen bei der Aktivität, doch sie konnten den allgemeinen Abwärtstrend nicht stoppen.
Der Bericht nennt kurzfristige, starke Schwankungen – etwa durch den Wettbewerb zwischen den Memecoin-Launchpads Pump.fun und LetsBonk im Juli – als Beispiele für lokales Handelsinteresse, das aber nicht zu einer echten Markterholung führte.
Wintermute betont, dass eine Umkehr der Entwicklungen von 2025 wohl mindestens eine der folgenden drei Veränderungen braucht:
Laut Bericht hängt es 2026 davon ab, ob einer dieser Auslöser stark genug ist, damit Liquidität auch in kleinere Coins fließt und nicht nur in große Assets.
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