Deutschlands zweitgrößte Bankengruppe DZ Bank hat die behördliche Genehmigung von der BaFin erhalten, um ihre Kryptowährungsplattform „meinKrypto" zu betreiben.
Die Ende Dezember im Rahmen des MiCAR-Regelwerks der EU erteilte Genehmigung ermöglicht es Mitgliedsinstituten innerhalb des genossenschaftlichen Bankennetzwerks, Handelsdienstleistungen für digitale Vermögenswerte anzubieten.
Die Plattform wird zunächst Bitcoin, Ethereum, Litecoin und Cardano für Privatkunden unterstützen.
Die DZ Bank erhielt ihre Markets in Crypto-Assets Regulation-Lizenz von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht Ende Dezember 2025.
Die Genehmigung markiert eine bedeutende Entwicklung für die Strategie der genossenschaftlichen Finanzgruppe im Bereich digitaler Vermögenswerte. Einzelne Volksbanken und Raiffeisenbanken müssen nun ihre eigenen MiCAR-Meldungen bei der BaFin einreichen, bevor sie Dienstleistungen für Kunden anbieten können.
Die Plattform stellt eine gemeinschaftliche Anstrengung zwischen der DZ Bank und Atruvia, dem IT-Dienstleister für die genossenschaftliche Finanzgruppe, dar.
Boerse Stuttgart Digital Custody wird die Verwahrung von Krypto-Vermögenswerten übernehmen. Die Handelsausführung erfolgt über EUWAX, um die Einhaltung der Vorschriften in der gesamten Dienstleistungskette zu gewährleisten.
Jede Genossenschaftsbank behält unabhängige Entscheidungsbefugnis bezüglich der Plattformeinführung.
Laut einer Studie des Genoverband vom September 2025 planen mehr als ein Drittel der Banken die Implementierung in den kommenden Monaten. Dieser freiwillige Ansatz ermöglicht es den Instituten, die Kundennachfrage in ihren jeweiligen Märkten zu bewerten.
Die „meinKrypto"-Wallet wird direkt in die VR Banking App integriert, die von Genossenschaftsbankkunden genutzt wird.
Die Lösung richtet sich gezielt an selbstbestimmte Anleger und nicht an traditionelle Beratungskanäle. Das Angebot richtet sich an selbstbestimmte Anleger und ist nicht Teil der Beratungsdienstleistungen für Privatkunden, so die Ankündigung.
Beim Start werden vier Kryptowährungen verfügbar sein: Bitcoin, Ethereum, Litecoin und Cardano. Die Auswahl bietet Zugang zu etablierten digitalen Vermögenswerten mit unterschiedlichen technischen Eigenschaften.
Sobald die Genehmigung erteilt wurde und die Lösung implementiert ist, können Kunden vollständig digital in Krypto-Vermögenswerte investieren.
Die MiCAR-Verordnung etabliert einheitliche rechtliche Standards für Krypto-Asset-Dienstleistungen in der gesamten Europäischen Union.
Finanzinstitute müssen spezifische Genehmigungen basierend auf ihren Geschäftsaktivitäten einholen. Das Rahmenwerk zielt darauf ab, Rechtsklarheit zu schaffen und gleichzeitig die Verbraucherschutzstandards in den Mitgliedstaaten aufrechtzuerhalten.
Die Genehmigung der DZ Bank zeigt die wachsende institutionelle Akzeptanz von Kryptowährungsdienstleistungen im traditionellen europäischen Bankwesen.
Die genossenschaftliche Struktur ermöglicht es kleineren Regionalbanken, auf Krypto-Handelsinfrastruktur zuzugreifen, ohne individuelle Entwicklungskosten.
Mitgliedsinstitute können die Einhaltung regulatorischer Vorschriften und die technische Infrastruktur der DZ Bank nutzen und dabei ihre Kundenbeziehungen aufrechterhalten.
Der Beitrag DZ Bank erhält MiCAR-Lizenz für den Start einer Krypto-Handelsplattform für deutsche Genossenschaftsbanken erschien zuerst auf Blockonomi.


