Google plant, die frühe Entwicklung seiner Premium-Pixel-Smartphones in diesem Jahr nach Vietnam zu verlagern, was eine große Änderung in der Art und Weise darstellt, wie der Tech-Riese seine Fertigungsbetriebe verwaltet.
Das Unternehmen wird die sogenannte Neuprodukteinführungsarbeit für seine High-End-Telefon-Modelle aus China verlagern, berichtet Nikkei Asia. Dies umfasst die Pixel-, Pixel Pro- und Pixel Fold-Linien. Die budgetfreundlichen Pixel A-Modelle werden jedoch weiterhin die Erstentwicklung in China durchlaufen.
Die Neuprodukteinführung, oder NPI, stellt die entscheidende frühe Phase dar, in der Unternehmen herausfinden, wie sie ein neues Gerät tatsächlich im großen Maßstab bauen können. Diese Arbeit umfasst die Entwicklung von Produktionsmethoden, die Überprüfung von Qualitätsstandards und die Anpassung von Herstellungsprozessen. Die Phase erfordert Hunderte von Ingenieuren und erhebliche Ausgaben für Testmaschinen und Spezialwerkzeuge.
Bis jetzt haben Google und andere große Tech-Unternehmen diese sensible Arbeit in China behalten. Das gut etablierte Netzwerk von Zulieferern und Herstellern des Landes hat es sicherer gemacht, dort neue Produkte auf den Markt zu bringen. Aber jüngste Änderungen in der Handelspolitik unter der Donald Trump-Regierung haben Unternehmen dazu veranlasst, ihren Ansatz zu überdenken. Zollbedingte Störungen begannen laut dem Bericht im April letzten Jahres Elektronikhersteller zu beeinträchtigen.
Google ist nicht allein bei dieser Verlagerung. Apple erwägt auch, doppelte NPI-Operationen sowohl in Indien als auch in China als Backup-Plan durchzuführen. Nikkei Asia hatte zuvor über Apples Absichten berichtet, iPhone-Entwicklungsarbeiten nach Indien zu bringen.
Vietnam ist kein völlig neues Territorium für Google. Das Unternehmen produziert dort bereits High-End-Smartphones und übernimmt bestimmte Verifizierungsaufgaben im Land. Diese bestehende Präsenz macht die Ausweitung der Operationen praktikabler.
Dennoch bleiben Herausforderungen bestehen. China hat Hindernisse geschaffen, indem es Exporte von Produktionsausrüstung begrenzt und die Bewegung chinesischer Arbeiter an andere Standorte einschränkt. Diese Beschränkungen haben Berichten zufolge Apples Expansion in Indien und Googles Wachstumspläne in Vietnam verlangsamt.
Wenn Google und Apple erfolgreich vollständige Entwicklungsoperationen außerhalb Chinas betreiben können, würde dies eine bedeutende Verschiebung in der globalen Elektronikherstelling darstellen. Beide Unternehmen würden weniger auf Chinas dominierende Position in der Tech-Lieferkette angewiesen sein.
Google begann erstmals 2019, die Pixel-Montage von China nach Vietnam zu verlagern. Seitdem hat das Unternehmen die Produktion sowohl auf Vietnam als auch auf Indien ausgeweitet. Jetzt zielt es darauf ab, weiterzugehen, indem es vollständige Entwicklungsprozesse an diesen Standorten durchführt.
Zwei mit der Angelegenheit vertraute Quellen sagten Nikkei, dass die vollständige Herstellung von Pixel-Telefonen in Vietnam angesichts der aktuellen Operationen von Google dort machbar erscheint.
Analystin Lori Chang erklärte dem Medium, dass die Verlagerung der NPI-Arbeit in ein anderes Land als wichtiges Zeichen dafür dient, ob eine Lieferkette eigenständig funktionieren kann. Sie bemerkte, dass sowohl politische Spannungen als auch Zollbedenken Unternehmen motivieren, ihre Lieferketten zu verlagern, was langfristig die Ausgaben senken kann. Die Fähigkeit, Telefone in mehreren Ländern zu entwerfen und herzustellen, bietet Google mehr Optionen finanziell und strategisch.
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