Fred Wilson, einer der einflussreichsten Risikokapitalgeber in den USA, glaubt, dass der Durchbruch von Krypto im Jahr 2026 nicht von neuen Blockchains kommen wird – sondern davon, sie für die Endnutzer unsichtbar zu machen.
„Blockchains verschwinden hinter besseren Benutzeroberflächen, die es Nutzern ermöglichen, Token zu verwenden, auszugeben, zu handeln und zu versenden, ohne sich darum kümmern zu müssen, auf welcher Blockchain sie sich befinden", schrieb Wilson, der Bitcoin BTC$93.601,85 bereits 2011 als „interessante Investitionsmöglichkeit" bezeichnete, in einem letzte Woche veröffentlichten Blogbeitrag.
Die Prognose, eingebettet in Wilsons umfassendere Tech-Vorhersagen für 2026, spiegelt eine Ansicht wider, die er seit Jahren vertritt: Das Versprechen der Blockchain hängt von der Benutzerfreundlichkeit ab, nicht von technischer Leistungsfähigkeit.
Wilson ist Gründungspartner von Union Square Ventures (USV), dem in New York ansässigen Venture-Capital Unternehmen, das früh auf Twitter, Etsy und Tumblr setzte. Im Krypto-Bereich war er früh bei Coinbase (COIN), Ethereum ETH$3.214,79 und Filecoin FIL$1,5685 dabei und bleibt eine konstante Stimme in langfristigen Gesprächen darüber, wie Blockchain das Internet umgestalten könnte.
Wilson, der Blockchains oft als „das nächste große Ding" nach Social und Mobile beschrieben hat, hat auch offen die schlechtesten Gewohnheiten der Krypto-Industrie kritisiert. Er hat sich gegen die Kultur des Hypes und der Token-Spekulation gewehrt und gewarnt, dass kurzfristige Gier die langfristige Glaubwürdigkeit des Bereichs gefährdet.
Diese echte Arbeit umfasst aus Wilsons Sicht Dinge wie dezentrale Identität, Peer-to-Peer-Finanzierung und offene Protokolle, auf denen jeder aufbauen kann.
In früheren Beiträgen hat er den aktuellen Zustand von Krypto mit dem frühen Internet verglichen, als selbst das Versenden einer E-Mail ein gewisses technisches Know-how erforderte.
Der Weg nach vorn liegt seiner Meinung nach in besserem Design. Apps sollten die Infrastrukturdetails – wie die Blockchain, auf der eine Transaktion stattfindet – im Hintergrund verwalten, sodass sich Nutzer auf das konzentrieren können, was sie tun möchten, und nicht darauf, wie sie es tun.
Für Wilson ist dies nicht nur ein UX-Problem – es ist der Unterschied zwischen Krypto als Nischentechnologie und dem Erreichen einer breiten Akzeptanz.
Quelle: https://www.coindesk.com/markets/2026/01/05/famed-coinbase-backer-fred-wilson-predicts-2026-ux-pivot-for-crypto


