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Britische Finanzaufsicht richtet Durchsetzung neu aus und schließt Dutzende Untersuchungen

2026/01/03 01:42

In den letzten Jahren hat die britische Financial Conduct Authority die Anzahl der aktiv verfolgten Untersuchungen deutlich reduziert und sich stattdessen für weniger Fälle mit klareren Ergebnissen und schnellerer Lösung entschieden.

Wichtigste Erkenntnisse

  • Die FCA hat rund 100 Untersuchungen ohne Durchsetzungsmaßnahmen abgeschlossen
  • Aktive Fälle haben sich seit 2022 fast halbiert
  • Die Durchsetzung verlagert sich auf weniger Fälle mit höherer Wirkung
  • Untersuchungen werden viel schneller gelöst als in der Vergangenheit

Weniger Fälle, schnellere Entscheidungen

Diese Veränderung ist in den Zahlen am deutlichsten sichtbar. Seit 2022 hat die FCA rund 100 Untersuchungen ohne formelle Maßnahmen abgeschlossen und damit ihre aktive Fallbelastung fast halbiert. Im Oktober 2025 beaufsichtigte die Aufsichtsbehörde nur noch 124 offene Untersuchungen – der niedrigste Stand seit Jahren und ein starker Kontrast zu den über 230 Fällen drei Jahre zuvor.

Die Wende begann, nachdem 2023 eine neue Führung die Leitung der Durchsetzungsabteilung übernahm. Anstatt große Mengen an explorativen Fällen zu eröffnen, begann die FCA, Angelegenheiten zu priorisieren, bei denen Fehlverhalten leichter nachzuweisen war und die Durchsetzung eine greifbare Marktwirkung hätte.

Das Ergebnis war eine schlankere Pipeline. Neue Untersuchungen gingen 2025 stark zurück, wobei die Aufsichtsbehörde weniger als die Hälfte der Fälle eröffnete, die sie in früheren Jahren üblicherweise einleitete. Rechtsberater, die Unternehmen vertreten, sagen, dass die FCA jetzt weit weniger geneigt ist, Fälle einfach zu eröffnen, um „zu sehen, wohin sie führen", und klarere Verstöße gegenüber langwierigen Ermittlungen bevorzugt.

Gleichzeitig werden Untersuchungen schneller abgeschlossen. Mehrere jüngste Fälle erreichten Ergebnisse in deutlich unter zwei Jahren – eine dramatische Verbesserung im Vergleich zum historischen Durchschnitt, der sich oft über drei Jahre erstreckte.

Durchsetzung verhängt weiterhin hohe Strafen

Trotz der reduzierten Anzahl von Untersuchungen ist die Durchsetzungsaktivität nicht verschwunden. Tatsächlich hat die FCA in den letzten zwei Jahren mehr Durchsetzungsmaßnahmen erlassen als ihr langfristiger Jahresdurchschnitt. Der Unterschied liegt in der Konzentration statt in der Intensität.

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Größere Strafen konzentrierten sich auf Verstöße gegen die Geldwäschebekämpfung und systemische Compliance-Schwächen, einschließlich millionenschwerer Geldstrafen gegen große britische Banken und Bausparkassen. Die Botschaft scheint selektiv, aber nachdrücklich zu sein: weniger Ziele, höhere Einsätze.

Eine breitere Regulierungsverschiebung

Die Neukalibrierung der FCA spiegelt Trends an anderer Stelle wider. In den Vereinigten Staaten hat die U.S. Börsenaufsichtsbehörde SEC ebenfalls von der aggressiven Durchsetzungshaltung zurückgetreten, die die frühen 2020er Jahre definierte, insbesondere im Krypto-Sektor. Unter dem aktuellen politischen Klima stehen Regulierungsbehörden auf beiden Seiten des Atlantiks unter Druck, Wirtschaftswachstum zu unterstützen und eine Überlastung von Unternehmen zu vermeiden.

Beide Behörden stellen die Verschiebung eher als Effizienz-Upgrade denn als Rückzug dar. Ressourcen, so argumentieren sie, werden auf die schwerwiegendsten Risiken umgelenkt, anstatt sich dünn auf marginale Fälle zu verteilen.

Regulierung verschärft sich anderswo

Wichtig ist, dass weniger Untersuchungen heute nicht leichtere Regulierung morgen bedeuten. Das Vereinigte Königreich bereitet einen neuen Aufsichtsrahmen für Kryptoasset-Unternehmen vor, der 2027 in Kraft treten wird, zusammen mit erweiterten Regeln zu Fehlverhalten am Arbeitsplatz und verstärkter Aufsicht über professionelle Dienstleistungen ab 2026.

Rechtsexperten stimmen weitgehend darin überein, dass die Durchsetzungskultur der FCA intakt bleibt – aber disziplinierter. Untersuchungen sind zunehmend ergebnisorientiert, und die Ära der Eröffnung von Fällen zu rein diagnostischen Zwecken scheint zu enden.

Für Unternehmen, die im Vereinigten Königreich tätig sind, ist die Botschaft nuanciert: Die Aufsichtsbehörde mag seltener anklopfen, aber wenn sie es tut, kommt sie eher mit einem klaren Fall – und einer hohen Strafe.


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