Der mit der Bitcoin-Infrastruktur verbundene Softwareentwickler Paul Sztorc hat Pläne für einen neuen Hard Fork des Bitcoin-Netzwerks angekündigt, der als „eCash" bezeichnet wird und dessen geplantes Startdatum im August liegt. Der Vorschlag wurde öffentlich auf der Social-Media-Plattform X geteilt und umreißt sowohl die technischen Merkmale als auch die übergeordneten Ziele der Initiative.
Laut der Ankündigung würde der geplante Fork die bestehenden Bitcoin-Guthaben zum Zeitpunkt der Aufspaltung duplizieren. Bitcoin-Inhaber würden eine entsprechende Menge der neuen eCash-Token erhalten, die sie behalten, verkaufen oder ignorieren könnten. Die zugrunde liegende Software wird als eng an Bitcoin Core angelehnt beschrieben, wobei die Kompatibilität erhalten bleibt, während selektive Änderungen eingeführt werden, wie etwa ein einmaliger Mining-Schwierigkeits-Reset, der die frühe Netzwerkbeteiligung erleichtern soll.
Der Entwickler gab an, dass das neue System weiterhin Updates von Bitcoin Core integrieren werde und gleichzeitig zusätzliche Funktionalität durch Mechanismen wie BIP300 und BIP301 ermögliche, die über einen als CUSF bekannten Soft-Fork-Ansatz implementiert werden. Die Basisschicht soll auf Codeebene weitgehend unverändert bleiben, mit regelmäßigen Veröffentlichungen von Aktivierungsclients und geplanten Sicherheitsaudits, einschließlich Bug-Bounty-Programmen vor dem Start. Ein Code-Freeze wird etwa einen Monat vor dem Fork erwartet.
Ein bemerkenswerter Bestandteil des Vorschlags ist die Verwendung von „Drivechains", einem Framework, das darauf ausgelegt ist, mehrere parallel operierende Layer-2-Netzwerke zu unterstützen. Mehrere solcher Systeme befinden sich Berichten zufolge bereits in der Entwicklung, darunter Plattformen für datenschutzorientierte Transaktionen, dezentralisierte Börsen, Vorhersagemärkte, digitale Identität und quantenresistente Anwendungen. Diese sekundären Schichten würden auf Merged Mining basieren, wodurch Miner mehrere Chains gleichzeitig absichern können.
Die Ankündigung grenzt das Projekt von früheren Bitcoin-Forks wie Bitcoin Cash ab, indem sie eine eigenständige Identität, eine längere Vorbereitungszeit und unterschiedliche technische Ziele betont. Der Entwickler charakterisierte die Initiative als langfristige strukturelle Alternative und nicht als kurzfristige Skalierungsanpassung.
Darüber hinaus enthält der Vorschlag einen umstrittenen Finanzierungsmechanismus, der die Neuzuweisung eines Teils der früh geminten Bitcoin beinhaltet, die mit dem sogenannten „Patoshi"-Muster in Verbindung gebracht werden, das häufig mit Satoshi Nakamoto assoziiert wird. Dieser Ansatz wird als Möglichkeit dargestellt, ausgewählten Investoren eine frühe Beteiligung vor dem Fork zu ermöglichen, obwohl anerkannt wird, dass die Maßnahme in der breiteren Kryptowährung-Community Diskussionen auslösen könnte.
Weitere Details, einschließlich ergänzender Materialien wie Videoerklärungen, sollen im Vorfeld des geplanten Starttermins veröffentlicht werden.
Der Beitrag Neuer 'eCash' Bitcoin-Fork-Vorschlag vorgestellt, mit Drivechains und umstrittenem Finanzierungsplan erschien zuerst auf Metaverse Post.


